Informationen aus der Landwirtschaft

(AGGL) Die Silomaisernte ist weitgehend abgeschlossen seit dem 15. September werden Zuckerrüben gerodet. Auch die Aussaat von Wintergerste konnte bei relativ guten Witterungsbedingungen erfolgen. Die Niederschläge um den Monatswechsel haben zu Verzögerungen bei der Saatbettbereitung und Bestellung geführt. Bei der Weizenaussaat bitte daran denken, dass Frühsaaten das Risiko der Virusübertragung erhöhen. Späte Saattermine reduzieren Ackerfuchsschwanz. Bei Fragen zum Pflanzenschutz und zur Schädlingsbekämpfung setzen Sie sich bitte mit den Pflanzenbauberatern des LLH in Verbindung.

Sehr unterschiedlich präsentieren sich die Zwischenfrüchte! Für den Gewässerschutz ist der Anbau von Zwischenfrüchten von zentraler Bedeutung, weil in der oberirdischen Pflanzenmasse Nährstoffe v.a. Nitrat gespeichert und vor der Auswaschung geschützt werden. Außerdem verhindert der Bewuchs über Winter, dass bei starken Niederschlägen Boden abgeschwemmt wird. Aber auch für Insekten und Bodenbrüter bieten die überwinternden Bestände Deckung und Futter.

Die früh gesäten Zwischenfrüchte haben sich gut entwickelt und blühen bereits. Um Samenbildung zu vermeiden, sollten solche Bestände z.B. mit einer Ackerwalze niedergedrückt werden. Spät gesäte Bestände präsentieren sich dagegen eher spärlich. Ertragsschnitte aus den Vorjahren belegen, dass früh gesäte Zwischenfrüchte bis Vegetationsende bis zu 20 to Frischmasse je Hektar bilden. In diesem oberirdischen Auswuchs können bis zu 150 kg Nitrat je Hektar fixiert. Die Wasserversorger in den Mitgliedskommunen unterstützen daher den Anbau von Zwischenfrüchten auf Flächen im Wasserschutzgebiet.

Weitere Informationen finden Sie unter www.aggl-otzberg.de. Bei Fragen steht das AGGL-Team gerne unter Tel. 06162 94352-0 zur Verfügung.

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