Flächennutzungsplan

1. Änderung in den Stadtteilen Kleestadt und Wiebelsbach
hier: Bekanntmachung der öffentlichen Auslegung

Der Entwurf des Flächennutzungsplanes, 1. Änderungsplan in den Stadtteilen Kleestadt und Wiebelsbach nebst Begründung (mit Umweltbericht) wird gemäß § 3 Abs. 2 des Baugesetzbuchs (BauGB) in der Fassung der Neubekanntmachung vom 23.09.2004 (BGBl. I S. 2414) in der Zeit

vom 06.11.2017 bis 08.12.2017

im Rathaus der Stadt Groß-Umstadt (Bauamt), Markt 1, 64823 Groß-Umstadt, Zimmer Nr. 0.03, während der folgenden Dienststunden öffentlich ausgelegt:

montags bis donnerstags von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr sowie 13.30 Uhr bis 16.00 Uhr und freitags von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr


Diese Bekanntmachung sowie der Planentwurf nebst Begründung (mit Umweltbericht) können während des Offenlegungszeitraumes zusätzlich auf der Internetseite des planungsbüros für städtebau göringer_hoffmann _bauer unter dem Themenkomplex Beteiligungsverfahren (www.planungsbuero-fuer-staedtebau.de/beteiligungsverfahren) eingesehen werden.

Die Lage der Änderungsgebiete kann den nachfolgenden Karten entnommen werden:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jedermann hat das Recht, den Planentwurf und die Begründung (mit Umweltbericht) sowie die nach Einschätzung der Stadt wesentliche bereits vorliegende umweltbezogenen Informationen während der Offenlegungszeit einzusehen und kann über den Inhalt Auskunft verlangen.

 

Folgende Arten umweltbezogener Informationen sind verfügbar:

I. Begründung einschließlich Umweltbericht zum Flächennutzugsplan, 1. Änderung

In der Begründung einschließlich Umweltbericht erstellt vom planungsbüro für städtebau göringer_hoffmann_bauer mit Stand Juli 2017 werden u.a. die Bestandssituation und die Auswirkungen der Planung auf die Schutzgüter Mensch, Pflanzen und Tiere/biologische Vielfalt, Boden, Wasser, Luft/Klima, Landschaftsbild, Kulturgüter und deren Wechselwirkungen und Wirkungsgefüge untereinander sowie die geplanten Maßnahmen zur Vermeidung, Verringerung und zum Ausgleich nachteiliger Auswirkungen untersucht und bewertet.

Insbesondere werden in der Begründung und im Umweltbericht die Auswirkungen der Planung durch die Inanspruchnahme wertvoller Biotopflächen, die hierdurch bewirkte Beeinträchtigung geschützter Arten und die erforderlichen artenschutzrechtlichen Vermeidungs- und CEF-Maßnahmen für die nachfolgende Ebene der verbindlichen Bauleitplanung, die Nachbarschaft zu eine landwirtschaftlichen Betrieb behandelt sowie die Lage an der L 3065 (Verkehrslärm) behandelt.

Grundlage hierfür bilden die nachfolgend näher beschriebenen Fachbeiträge, Gutachten und Stellungnahmen.

 

II.  Fachgutachten und fachgutachterliche Stellungnahmen zum Flächennutzugsplan, 1. Änderung

 

1.1 Planungsbüro Dr. Huck (25.01.2017) Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag zur 1. Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Groß-Umstadt im Stadtteil Kleestadt

Wesentliche Themen:

  • Erfassung und Analyse der innerhalb des Planungsraumes vorhandenen Lebensraumstrukturen, artenschutzrechtlich relevante Strukturen und  einer damit verbundenen Potenzialabschätzung des Arteninventars,
  • Plangebiet im Nordwesten von Kleestadt:

Potentielle Vorkommen von Fledermäusen lediglich als Tagesquartiere, Ausschluss von Winterquartieren Lebensraumstrukturen für baum- und gebüsch- sowie gebäude- oder höhlenbrütenden Vogelarten in ungünstig-schlechtem und ungünstig-unzureichendem Erhaltungszustand wie Feldsperling, Gartenrotschwanz, Girlitz, Goldammer, Haussperling, Klappergrasmücke, Stieglitz, Türkentaube, Wacholderdrossel und Wendehals. Bruthabitate für Mauersegler, Mehlschwalbe und Rauchschwalbe im Bereich des Bauernhofes.

 

  • Plangebiet im Südosten von Kleestadt:

Potentielle Vorkommen von Fledermäusen lediglich als Jagdquartier, Ausschluss von Ruhe- und Fortpflanzungsstätten, Lebensraumstrukturen vor allem für bodenbrütende Offenlandarten Vogelarten in ungünstig-schlechtem und ungünstig-unzureichendem Erhaltungszustand wie Feldlerche, Goldammern, Rebhuhn und Wachtel. Nahrungshabitat geeignet für Dohle, Mauersegler, Mehlschwalbe und Rauchschwalbe.

 

  • Beschreibung und Prüfung der Projektwirkungen (Baubedingte Wirkprozesse/ Wirkfaktoren wie bsp. Flächeninanspruchnahme, Reduktion der Vegetation, Barrierewirkungen, Lärmemissionen, optische Störreize und anlegebedingte Wirkprozesse wie bsp. Meideverhalten sowie betriebsbedingte Wirkprozesse),
     
  • Untersuchung und Beurteilung bzgl. des Vorkommens auf den potentiellen Bestand und Betroffenheit der Arten nach Anhang IV der FFH-Richtlinie; Flora und Tierarten wie Säugetiere (bsp. Feldhamster, Wildkatze, Fischotter, Luchs oder Haselmaus), Reptilien, Amphibien, Libellen, Käfer, Tagfalter und Nachfalter, Fische, Rundmäuler, Krebse, Schnecken und Muscheln und der europäischen Vogelarten
     
  • Darstellung erforderlicher Maßnahmen zur Vermeidung wie zeitliche Einschränkung der Rodungs- und Rückbauarbeiten sowie Maßnahmen zur Sicherung der kontinuierlichen ökologischen Funktionalität wie Schaffung von Ersatzquartieren für Fledermäuse sowie für Vogelarten sowie Entwicklung und Optimierung baumbestandenen Grünlandes.

 

  • Insbesondere betroffene Umweltbelange i.S.d. §§ 1 Abs. 6 Nr. 7, 1a BauGB: Tiere, biologische Vielfalt


1.2  Planungsbüro Dr. Huck (25.01.2017: Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag zur 1. Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Groß-Umstadt im Stadtteil Wiebelsbach

Wesentliche Themen:

  • Erfassung und Analyse der innerhalb des Planungsraumes vorhandenen Lebensraumstrukturen, artenschutzrechtlich relevante Strukturen und  einer damit verbundenen Potenzialabschätzung des Arteninventars, Potentielle Vorkommen von Fledermäusen lediglich als Tagesquartiere, Ausschluss von Winterquartieren Lebensraumstrukturen für baum- und gebüsch- sowie höhlenbrütenden Vogelarten in ungünstig-schlechtem und ungünstig-unzureichendem Erhaltungszustand wie Feldsperling, Gartenrotschwanz, Girlitz, Goldammer, Klappergrasmücke, Kleinspecht, Neuntöter, Trauerschnäper, Stieglitz, Türkentaube, Wacholderdrossel und Wendehals.
     
  • Beschreibung und Prüfung der Projektwirkungen (Baubedingte Wirkprozesse/ Wirkfaktoren wie bsp. Flächeninanspruchnahme, Reduktion der Vegetation, Barrierewirkungen, Lärmemissionen, Erschütterungen, optische Störreize und anlegebedingte Wirkprozesse wie bsp. Meideverhalten sowie betriebsbedingte Wirkprozesse),
     
  • Untersuchung und Beurteilung bzgl. des Vorkommens auf den potentiellen Bestand und Betroffenheit der Arten nach Anhang IV der FFH-Richtlinie; Flora und Tierarten wie Säugetiere (bsp. Feldhamster, Wildkatze, Fischotter, Luchs oder Haselmaus), Reptilien, Amphibien, Libellen, Käfer, Tagfalter und Nachfalter, Fische, Rundmäuler, Krebse, Schnecken und Muscheln und der europäischen Vogelarten
  • Insbesondere betroffene Umweltbelange i.S.d. §§ 1 Abs. 6 Nr. 7, 1a BauGB: Tiere, biologische Vielfalt


III. Informationen in Gestalt von Stellungnahmen von Fachbehörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange, den anerkannten Naturschutzvereinigungen und Nachbargemeinden:

  1. Stellungnahmen der Fachbehörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange:
  • Hessen Mobil Straßen- und Verkehrsmanagement Darmstadt vom 09.08.2017 zu den Themen: Verkehr, Schutzmaßnahmen nach BImSchG, Leistungsfähigkeit L 3065
     
  • Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie vom 18.08.2017 zu den Themen: Rohstoffgeologie, Hydrogeologie (insb. Trinkwasserschutzgebiete) und Ingenieurgeologie (insb. Zusammensetzung des Untergrundes, Versickerungsfähigkeit)
     
  • Kreisausschuss des Landkreises Darmstadt-Dieburg vom 25.08.2017 und vom 29.08.2017 zu den Themen: Brand- und Katastrophenschutz (insb. Löschwasserbedarf), Gewässer und Bodenschutz(insb. Trinkwasserschutzgebiete, Überschwemmungsgebiets, wasserwirtschaftliche Belange), Stadtteil Wiebelsbach: Streuobstwiesenbestand, Forderung eines artenschutzrechtlichen Gutachten bzgl. Avifauna und Fledermäuse, Bestandskartenerstellung Stadtteil Kleestadt: Hinweis auf Laub-, Nadel- und Obstbaumbestand, Forderung eines artenschutzrechtlichen Gutachten mit SAP bzgl. Vögel und Fledermäuse, Überplanung eines geschützten Biotopes nach § 30 BNatSchG, Bestandskartenerstellung
     
  • hessenArchäologie vom 09.08.2017 zu den Themen: Stadtteil Kleestadt: vorhandene Bodendenkmäler, Erfordernis eines archäologischen vorbereitenden Untersuchung
     
  • Regierungspräsidium Darmstadt vom 19.08.2017 zu den Themen: nachsorgender Bodenschutz, vorsorgender Bodenschutz, Grundwasser (Grundwasserschutz/ Wasserversorgung), Abwasser, anlagenbezogener Gewässerschutz, Immissionsschutz (insb. gegenseitige Zuordnung der Flächennutzungen), Bergaufsicht (Rohstoffsicherung, aktuelle Betriebe) bergbauliche Tätigkeiten, Forderung zu Aussagen zu Verkehrslärm, Angaben zu anderen Arten von Geräuschen, Lufthygiene (Staub, Geruch), Erschütterungen, Licht, Strahlung und Klima Auswirkungen auf gewerbliche Anlagen oder entsprechend genutzte bzw. geplante Flächen im Rahmen der zu erstellenden Umweltprüfung Stadtteil Kleestadt: Immissionen durch Verkehrslärm (Empfehlung zur Erstellung eines schalltechnischen Gutachtens)
     
  • Zweckverband Gruppenwasserwerk Dieburg vom 22.09.2017 zu den Thema: Trinkwasserschutzgebiete
     
  • Stadtwerke Groß-Umstadt vom 19.08.2017 zu den Thema: Auslastung Kanalnetz, Ertüchtigung

IV. Informationen aus Stellungnahmen von Bürgerinnen und Bürgern

Aus den eingegangenen Stellungnahmen der Bürger liegen folgende umweltrelevante Informationen vor:

Stadtteil Wiebelsbach:

1. Erschließung
Unzureichende Erschließung , Auswirkungen auf bestehende Bebauung
(Bauwerksschäden)

2. Natur:
Eingriff in Natur und natürliche Vielfalt insb. in bestehende und im Flächennutzungsplan dargestellte und geschützte Streuobstwiese, Reduzierung der Artenvielfalt (z.B. Rehe)


Stellungnahmen können während der Auslegungsfrist schriftlich beim Magistrat der Stadt Groß-Umstadt abgegeben oder bei der Stadtverwaltung zur Niederschrift gegeben werden.
Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über den Bauleitplan unberücksichtigt bleiben.

Es wird darauf hingewiesen, dass eine Vereinigung i. S. d. § 4 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes in einem Rechtsbehelfsverfahren nach § 7 Abs. 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes gemäß § 7 Abs. 3 Satz 1 des Umwelt-Rechtsbehelfs¬gesetzes mit allen Einwendungen ausgeschlossen ist, die sie im Rahmen der Auslegungsfrist nicht oder nicht rechtzeitig geltend gemacht hat, aber hätte geltend machen können.

Groß-Umstadt, 25. Oktober 2017

Der Magistrat der Stadt Groß-Umstadt
gez. Joachim Ruppert, Bürgermeister