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Faire und nachhaltige Beschaffung

Faire und nachhaltige BeschaffungVortrag im Clubraum der Stadthalle Groß-Umstadt

Groß-Umstadt hat seit 2001 eine Lokale Agenda, ein politisch einstimmig beschlossenes kommunales Handlungsprogramm zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt. Groß-Umstadt ist seit 2015 Fairtrade-Stadt und hat seit 2017 einen sehr erfolgreichen Weltladen. Schon 1988 wurde beschlossen, kein Tropenholz mehr zu verbauen, 1994 gewann die Stadt den Brundlandtpreis (2. Platz) und beschäftigt seit dem einen Energiebeauftragten - alle städtischen Immobilien weisen inzwischen einen hohen Standard an Energieeffizienz aus, die Energielieferverträge wurden auf Ökostrom umgestellt. Seit 2017 nun gibt es einen Stadtverordnetenbeschluss zur nachhaltigen Beschaffung bei Aufträgen ab 15 T€.

Auf Einladung des städtischen Agenda-Büros wird am Mittwoch, dem 17. Januar um 19 Uhr Ann-Kathrin Voge, Projektleiterin Fairer Handel und Faire Beschaffung bei der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt / Engagement Global (https://skew.engagement-global.de) im Clubraum der Stadthalle zu Gast sein und aufzeigen, wie eine Kommune das erfolgreich umsetzen kann.

Mit der Reform des deutschen Vergaberechts, das den Rahmen für die öffentliche Beschaffung bildet, wurde im April 2016 der Spielraum für die Anwendung von sozialen, ökologischen und innovativen Kriterien deutlich erweitert: diese sind jetzt Teil der Vergabegrundsätze. Doch es bleibt eine Herausforderung, faire und nachhaltige Beschaffung in den Alltag der rund 30.000 Vergabestellen in Deutschland zu integrieren. Nur wenn der Mehraufwand für Beschafferinnen und Beschaffer gering bleibt, ist eine flächendeckende Umsetzung realistisch. Die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt berät und unterstützt Kommunen bei der Umsetzung dieser Aufgabe. Im Rahmen der Veranstaltung werden daher neben den Rahmenbedingungen für faire und nachhaltige kommunale Beschaffung vor allem erfolgreiche kommunale Praxisbeispiele verschiedenen Umfangs sowie konkrete Unterstützungsangebote und Tipps für die Umsetzung vor Ort vorgestellt.

Bis zu 350 Milliarden Euro im Jahr geben Bund, Länder und Kommunen für Beschaffungen aus. Damit hat die öffentliche Hand Einfluss auf Produktionsbedingungen und Marktstrukturen, in denen Sozialverträglichkeit und Umweltschutz bisher oft vernachlässigt werden.

Interessante Links
WEED e.V.: Gute Gründe für die nachhaltige Beschaffung, 2016

Film „Deutschland Fairgleicht“, ca. 17 Minuten (2016). Dieser Film stellt die Aktivitäten von Bremen, Aidlingen und Dortmund zur fairen und nachhaltigen Beschaffung vor.

Kurzüberblick zum Thema und Übersicht der aktuellen Rechtsdokumente

Praxisbeispiel Textilbeschaffung des Grünflächenamtes der Stadt Bonn:
Die vollständigen Ausschreibungsunterlagen, eine Broschüre mit vielen Tipps und Hintergrundinformationen zum Vorgehen, u.a. zu Bieterdialogen, Kommunikation mit NutzerInnen und Öffentlichkeit sowie zur Erstellung von Wertungskriterien.

Tags: Fairtrade