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Film und Fußbälle

Logo: Fairtrade FußballSeit mehr als 15 Jahren lädt die Faire Woche in jedem September alle Menschen in Deutschland dazu ein, Veranstaltungen zum Fairen Handel in ihrer Region zu besuchen oder selbst zu organisieren. Mit jährlich über 2.000 Aktionen ist sie bundesweit die größte Aktionswoche des Fairen Handels. 2018 findet die Faire Woche vom 14. bis 28. September zum Thema „Gemeinsam für ein gutes Klima“ statt. Das Grußwort des Bundesministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller, finden Sie HIER.

In Groß-Umstadt, der 374. Fairtrade-Stadt in Deutschland, wird es anlässlich dieser Themenwochen eine Filmvorführung mit anschließender Diskussion geben und zum dritten Male eine Bällespende von fair produzierten und gehandelten Fußbällen.

Am Freitag, dem 21. September um 19.30 Uhr, startet im großen Saal des Ev. Gemeindehauses in der Pfälzer Gasse 14 ein Film aus dem Jahr 1990, der eine Völkerwanderung von Afrika nach Europa beschreibt. Weite Teile Afrikas sind durch den Klimawandel unbewohnbar, so setzt sich der Zug der afrikanischen Menschen in Gang. Angekommen in Europa treffen sie auf rassistische Spannungen. Der vor über 25 Jahren entstandene Film sagte eine Flüchtlingswelle voraus - heute absolut aktuell. Zum Filmschauen und zu der sich anschließenden Diskussion sind alle Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. Veranstalter sind die Kirchengemeinde Groß-Umstadt und das Dekanat Vorderer Odenwald.

Am Samstag, dem 29.09., erhält eine Jugendfußballmannschaft 20 faire Fußbälle, gesponsert von einer Groß-Umstädter Firma. Die Übergabe findet um 10:30 Uhr auf dem Sportgelände in Semd statt, da um 12 Uhr noch ein Rundenspiel ansteht. Außer den Vereinsverantwortlichen und dem Trainer werden der Sponsor und für den Magistrat Erster Stadtrat Alois Macht dabei sein und die inzwischen dritte Ball-Spende-Aktion würdigen.

Egal wo auf der Welt Fußball, Volleyball, Basketball oder Rugby gespielt wird, die meisten Menschen wissen nichts über den Hauptdarsteller jedes Spiels - den Ball. Viele Bälle sind handgemacht, oft von Leuten mit langen Arbeitszeiten und schlechten -bedingungen. Handgefertigte Fußbälle werden überwiegend in Pakistan produziert. Ungefähr 40 Millionen handgefertigte Bälle, zu Weltmeisterschaften bis zu 60 Millionen, werden in der ärmlichen Region Sialkot, im Norden des Landes, hergestellt. Insgesamt sind ca. 40.000 Menschen in Pakistan in der Fußballindustrie tätig. Näherinnen und Näher werden nicht pro Stunde, sondern pro Ball bezahlt. Unbezahlte Überstunden sind an der Tagesordnung und die Gehälter liegen meist weit unter den gesetzlichen Mindestlöhnen. Um von der Fußballproduktion leben zu können, arbeiten viele Näher das Wochenende durch - bis zu 12 Stunden pro Tag. Aus Armut werden die Eltern gezwungen, auch ihre Kinder arbeiten zu lassen, um das Familien-Einkommen zu steigern. Kinderarbeit in der Fertigung von handgemachten Sportbällen ist verbreitet. Durch mangelnde Schulbildung ist der Weg aus der Armut schwer. WARUM FAIRTRADE DEN UNTERSCHIED MACHT …

Tags: Fairtrade