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Faire Fußbälle für SOCCERGIRLS

Am Samstag, dem 29.09., gab es für die SOCCERGIRLS vom JFV Groß-Umstadt kurz vor ihrem Punktspiel eine schöne Überraschung: Herr Lars Schiwek von der KFZ-Werkstatt Lemmerz in Groß-Umstadt hatte 20 Fairtrade-Fußbälle mitgebracht - ein tolles Geschenk für die Fußballerinnen. Auf Anfrage der Stadt, die seit drei Jahren den Titel Fairtrade-Stadt trägt, hatte sich der Inhaber, Pierre Lemmerz, sofort bereit erklärt, dieses Sponsoring zu übernehmen.

Erster Stadtrat Alois Macht (li.), Rolf Lochmann, 1. Vorsitzender des Jugendfördervereins 3.v.l.), und Trainer Michael Hartl (4.v.l.) waren gerne dabei und freuten sich mit den Mädels über die außergewöhnliche Spende.

Die, würdigte der Erste Stadtrat in seiner kleinen Ansprache, passe perfekt ins Bild unserer Stadt, die immerhin seit 3 Jahren den offiziellen Titel Faitrade-Stadt trage und das bereits an vielen Stellen lebe. „Diese Ballspende ist bereits die dritte, und wir sind stolz darauf, dass Sponsoren auf diese Weise Gutes tun - für die Familien in den Herstellerländern und für die jungen Menschen hier, die Fairness nicht nur auf dem Fußballplatz, sondern auch im weltweiten Handel verstehen und schätzen lernen. Für die Spender ist der aufzuwendende Geldbetrag erschwinglich - und allemal nachhaltiger angelegt als für andere Werbemaßnahmen. Für die Stadt sind gerade solche Initiativen eine wertvolle Referenz. Ich danke dem Spender und wünsche den Fußballerinnen stets Fairplay und viele Tore.“

Nach dankbarem Applaus aller Beteiligten gab es kurz Gelegenheit die Bälle zu testen, dann verschwanden sie im Ballnetz und das Aufwärmen für das anstehende Spiel rückte in den Fokus. Mehr zu den SOCCERGILS unter: www.jfv-gross-umstadt.de oder auf facebook: jfv gross-umstadt/soccergirls.

Egal wo auf der Welt Fußball, Volleyball, Basketball oder Rugby gespielt wird, die meisten Menschen wissen nichts über den Hauptdarsteller jedes Spiels - den Ball. Viele Bälle sind handgemacht, oft von Leuten mit langen Arbeitszeiten und schlechten -bedingungen. Handgefertigte Fußbälle werden überwiegend in Pakistan produziert. Ungefähr 40 Millionen handgefertigte Bälle, zu Weltmeisterschaften bis zu 60 Millionen, werden in der ärmlichen Region Sialkot, im Norden des Landes, hergestellt. Insgesamt sind ca. 40.000 Menschen in Pakistan in der Fußballindustrie tätig. Näherinnen und Näher werden nicht pro Stunde, sondern pro Ball bezahlt. Unbezahlte Überstunden sind an der Tagesordnung und die Gehälter liegen meist weit unter den gesetzlichen Mindestlöhnen. Um von der Fußballproduktion leben zu können, arbeiten viele Näher das Wochenende durch - bis zu 12 Stunden pro Tag. Aus Armut werden die Eltern gezwungen, auch ihre Kinder arbeiten zu lassen, um das Familien-Einkommen zu steigern. Kinderarbeit in der Fertigung von handgemachten Sportbällen ist verbreitet. Durch mangelnde Schulbildung ist der Weg aus der Armut schwer. WARUM FAIRTRADE DEN UNTERSCHIED MACHT

Tags: Fairtrade