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Plakatkampagne zum Ehrenamt

Am Freitag, dem 02.11. um 19 Uhr, eröffnete Erster Stadtrat Alois Macht in der Säulenhalle des Rathauses eine Plakatkampagne zum Bürgerengagement in Groß-Umstadt. Dazu waren ca. 60 Bürgerinnen und Bürger gekommen, die „eine sehr gelungene Veranstaltung“ erlebt haben. Mit dabei waren auch Stadtverordnetenvorsteher Matthias Kreh und - obwohl zunächst durch eine Parallelveranstaltung verhindert - Bürgermeister Joachim Ruppert. Als Gastredner gekommen war der Geschäftsführer der Landes-Ehrenamtsagentur Hessen Stephan Würz.

Ausgestellt waren 12 Plakate mit Portraits zahlreicher Menschen, die sich an unterschiedlichsten Stellen ehrenamtlich einbringen; die meisten von ihnen waren auch selbst gekommen, um zu sehen, was aus den Aufnahmen geworden ist. Bei einem Glas Wein entwickelte sich schnell eine schöne Atmosphäre und positive Stimmung, die der Erste Stadtrat aufnahm und dank seiner Würdigung des bürgerschaftlichen Engagements bestärkte. Dazu gehören innerhalb etablierter Strukturen Vereine, Rettungsdienste, Politik und vieles mehr, aber auch vermehrt der Einsatz jenseits etablierter Strukturen, wie in der Nachbarschaftshilfe, bei Vorleseaktionen oder eben auch bei der Begleitung und Unterstützung von Geflüchteten.

Gastredner Stephan Würz widmete sich in seiner Ansprache aktuellen Trends des Ehrenamts aus Sicht der Landesregierung - und lieferte damit Einblicke, die man vor Ort nicht jeden Tag hat. So habe der Sport in den letzten Jahren rund 15% Ehrenamtliche verloren, die Freiwilligen Feuerwehren zählen statt 90.000 noch rund 75.000 Einsatzkräfte und allenthalben sei es ein Problem, neue Vereinsvorstände zu finden. Dagegen stehe ein Boom z.B. bei Tafeln, Hospizvereinen, Flüchtlings- und Senioreninitiativen, Fördervereinen und Nachbarschaftshilfen. Fazit: Mit der Gesellschaft verändert sich auch das Ehrenamt.

Verschoben hätten sich vor allem die Interessenslagen und Einstellungen: Man wolle weniger Lastesel sein, stattdessen sich immer eine Option offen halten. „Die Menschen lösen im Ehrenamt immer mehr die Zehnerkarte statt die Dauerkarte“. Und, so Würz, früher seien die Kinder dort gewesen, wo die Eltern waren - das sei heute umgekehrt. Gleichzeitig wollen viele Menschen auch im fortgeschrittenen Alter aktiv an der Gesellschaft teilhaben und so sei der fitte 60-jährige „Seniorboomer“ durchaus eine Nachwuchskraft; und wenn jemand mit 70 Präsident der USA werde, könne man auch mit 65 noch Vorstandsvorsitzender werden.

Wenn also, so Würz zum Abschluss und durchaus als Hinweis an die Stadtgesellschaft gemeint, die Zeiten andere seien und der Wind aus neuen Richtungen wehe, dann müsse man auch die Segel anders setzen …

Die 12 Plakate sind bis 16.11. in der Kundenhalle der Sparkasse und dann 14 Tage in den Geschäftsräumen der Volksbank ausgestellt. In der Stadt liegen auch dazu passend gestaltete Faltblätter aus. Im neuen Jahr kommen die Plakate dann in die Straßen. Die Kampagne wurde aus Mitteln der STARK-Förderung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration finanziert.

Tags: Ehrenamt