Windräder gehören einfach dazu

Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zum Windpark Binselberg

Fast drei Viertel der Groß-Umstädter Bürgerinnen und Bürger bewerten den Windpark mit vier Windenergieanlagen am Binselberg als positiven Beitrag für das Image der Stadt, als fortschrittlich und nachhaltig. Dieses Ergebnis brachte eine repräsentative Umfrage, die die Hessische LandesEnergieAgentur (LEA) in Kooperation mit der Stadt Groß-Umstadt im Spätsommer 2018 durchgeführt hat. Die Ergebnisse der Umfrage wurden kürzlich dem Energie- und Umweltausschuss der Stadt Groß-Umstadt vorgestellt und sind in einer vierseitigen Broschüre zusammengefasst. Diese wird allen Abonnenten des Odenwälder Boten in der Ausgabe vom 21. Dezember ins Haus geliefert. Online sind die Ergebnisse unter https://www.energieland.hessen.de/mm/BFEH_TCE_GrossUmstadt_Flyer_181119_fuerWeb.pdf bzw. auf der städtischen Homepage unter http://gross-umstadt.de/de/energieberatung abrufbar.

Bürgermeister Joachim Ruppert freute sich nach der Präsentation der Umfrageergebnisse besonders darüber, dass „unser erneuerbarer Energiemix bei den Bürgerinnen und Bürgern so breite Zustimmung findet.“ Groß-Umstadt sei für die Energiewende gut aufgestellt: „Wir setzen seit fast zwei Jahrzehnten neben Windkraft auch auf Solarenergie und Erdwärme. Schön, dass über 90% der Groß-Umstädter diesen regionalen Ausbau erneuerbarer Energien als notwendig erachten, um Umwelt und Klima zu schützen!“, so Ruppert.

Am Binselberg sind seit 1999 zwei und seit 2011 zwei weitere Windenergieanlagen in Betrieb. Die Umfrage sollte insbesondere Erkenntnisse darüber bringen, wie die Windenergie von der Bevölkerung wahrgenommen und beschrieben wird, wenn die Anlagen schon länger existieren.

Gemeinhin bekannte Kritikpunkte an Windenergieanlagen, die das Landschaftsbild, Lärm und Schattenwurf betreffen, finden bei den Befragten in Groß-Umstadt keine Mehrheiten, sind aber zweifelsohne vorhanden. 61 % geben an, dass die Aussage, eine Windkraftanlage verschandele die Landschaft, „wenig“ bis „gar nicht“ zutrifft. Rund die Hälfte der Befragten sieht die Auswirkungen des Windparks Binselberg auf das Landschaftsbild als „neutral“ an. Diejenigen, die negative Auswirkungen des Windparks angeben, weisen vor allem auf die Zerstörung des Landschaftsbildes, die Rodung des Waldes und die Zerstörung des Naherholungsraumes hin. Diese drei Aspekte wurden insgesamt aber nur von 13 % der Befragten genannt. „Dass fast 90 % der Bürgerinnen und Bürger positive Auswirkungen des Windparks für unsere Stadt oder für sich persönlich sehen“, findet Bürgermeister Joachim Ruppert bemerkenswert. So wurde die Windenergie beispielsweise als nachhaltige Alternative zu Atomstrom genannt.

Bei der Befragung handelt es sich um eine repräsentative Bevölkerungsumfrage, die die Institute Komana und Krämer Marktforschung GmbH im Auftrag der Hessischen LandesEnergieAgentur in Kooperation mit der Stadt Groß-Umstadt im August 2018 durchgeführt haben - im computergestützten telefonischen Verfahren (Computer Assisted Telephone Interviewing, kurz CATI). Die Auswahl der Interviewpartner erfolgte als mehrstufige Stichprobenziehung nach dem Verfahren des ADM (Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e. V.). Dadurch wird garantiert, dass die gezogene Stichprobe tatsächlich repräsentativ ist.

Die Hessische LandesEnergieAgentur ist zentrale Ansprechpartnerin für hessische Bürgerinnen und Bürger, gesellschaftliche Organisationen, Kommunen und Unternehmen bei allen Fragen rund um Energiewende und Klimaschutz in Hessen. Sie bietet Informationen, Erstberatungen und begleitende Unterstützung bei der Auswahl und Umsetzung von Maßnahmen zum Klimaschutz, zur Energieeffizienz, zur Energieeinsparung oder zum Ausbau erneuerbarer Energien. Weitere Informationen unter: www.landesenergieagentur-hessen.de.