„Leben und arbeiten in Groß-Umstadt“

Regionalprojekt erfolgreich abgeschlossen

Das gemeinsame Projekt der Stadt Groß-Umstadt und der Kreisagentur für Beschäftigung des Landkreis Darmstadt-Dieburg feierte am 30.01. mit einer Abschlussveranstaltung seine Erfolge.

Ab Juni 2018 hatten sich knapp 40 arbeitssuchende Bürgerinnen und Bürger einmal wöchentlich im Clubraum der Stadthalle unter Leitung des Jobcoaches Joe Trautmann getroffen, um als „Erfolgsteam gemeinsam am Weg zurück in die Arbeit“ zu arbeiten. Die Gruppe der Teilnehmenden war bunt gemischt, durch alle Altersklassen, von 26 bis 61 Jahren, vom Helfer bis zur studierten Finanzwirtin aus Usbekistan und Geflohenen aus Syrien.

Ein Schwerpunkt des Projektes ist die Nutzung des gemeinsamen Netzwerks. Das Motto „Jeder schaut für Jeden“ hat sich für einen syrischen Zuwanderer ausgezahlt. Über Kontakte aus der Gruppe konnte er ein Praktikum im Autohaus Schütz antreten. Hier meisterte er alles mit Bravour, so dass er direkt eine Festanstellung als Karosseriebauer in der Instandsetzung von Unfallfahrzeugen antreten konnte.

Um bessere Einblicke in den Arbeitsmarkt zu bekommen, waren an zwei Projekttagen Unternehmen aus dem Landkreis und Umgebung geladen um mit den Kunden über das Thema „erfolgreiche Bewerbungen“ zu sprechen. Diese Veranstaltungen boten den Teilnehmenden zusätzlich Gelegenheit sich den Unternehmern vorzustellen. Geglückt ist hierdurch die Anstellung eines Syrers, der in seiner Heimat als Kalligraph an der Universität gearbeitet hat. Er konnte bei der anwesenden Firma efn GmbH mit seinem Engagement punkten und hat einen Arbeitsvertrag erhalten. Zwei weitere Kunden waren bei der anwesenden Firma Gegenbauer Sicherheitsdienste GmbH erfolgreich. Nach einer Qualifizierungsmaßnahme für Sicherheitskräfte werden diese ihre Aufgaben für das Unternehmen wahrnehmen.

Die gemeinsame Arbeit in vielen Gruppen- und Einzelgesprächen hat sich ausgezahlt: Im Laufe der acht Monate haben insgesamt 13 Teilnehmende eine neue Teilzeit oder Vollzeit-Arbeit gefunden. Im Falle eines Ehepaares, konnte über die Geschäftsübernahme einer gut laufenden Hunde-Pension eine Existenzgründung angegangen werden.