Communities
Facebook

Schriftgröße

Current Size: 100%

Sprachen

Veranstaltungskalender

M D M D F S S
 
 
 
 
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30
 
 

Socials

Newsletter

Abonnieren Sie den Rathaus-Report als Newsletter.

Haushalt

Logo: BürgerhaushaltNachstehend finden Sie den Haushaltsjahr 2017, wie ihn die Stadtverordnetenversammlung am 02.03.2017 verabschiedet hat. Eine abschließende Genehmigung seitens der Kommunalaufsicht steht noch aus.

 

Haushaltsplan 2017

Sonderseite 1 | Sonderseite 2 zum Haushalt 2017 im "Odenwälder Bote"

Präsentation zur Haushaltskonsolidierung (2015)

Magazin brandeins zum Thema "Bürgerhaushalt"

 

Die Budgets des Haushaltsplanes im Einzelnen

Budget 1 - Gemeindeorgane

In diesem Budget werden die drei Produkte “Gremien”, “ehrenamtliche Gerichtsbarkeit” und “Bürgerbeteiligung” angeboten. Demokratie kostet Geld. Und die städtischen “Organe” wie Magistrat, Stadtverordnetenversammlung, Ausschüsse, Ortsbeiräte und Kommissionen sind aufgrund gesetzlicher Regelungen zu finanzieren. Das Gesamtbudget ist also geprägt von Pflichtaufgaben. Einnahmen werden hier nur in einem äußerst untergeordneten Volumen erwartet. Erfasst werden hier Ausgaben für Personal- und Sachkosten, die für die Geschäftsführung der Gemeindeorgane entstehen.
Freiwillig sind die Leistungen für repräsentative Veranstaltungen und Ehrungen für die Öffentlichkeitsarbeit, der Wettbewerb “Unser Dorf” sowie karitative Spenden, etwa für die Welthungerhilfe.

 

Budget 2 - Innerer zentraler Servicedienst

Der “Innere Zentrale Servicedienst” verursacht Kosten vor allem in die Verwaltungsstruktur hinein, ist also so etwas wie der interne Dienstleister für alle Fachbereiche. Einnahmen ergeben sich im Wesentlichen aus Dienstleistungen der Hauptverwaltung für die Stadtwerke (z. B. Personalkostenabrechnung).
Das Gesamtbudget ist geprägt von Pflichtaufgaben. Die Beschäftigten sind nach dem geltenden Regelwerk zu entlohnen. Öffentliche Bekanntmachungen sind zwingend vorgeschrieben, um z. B. Satzungen wirksam in Kraft zu setzen. Die Unterstützung der Gleichstellungsbeauftragten und des Personalrates sind Pflicht. Finanzielle Spielräume ergeben sich möglicherweise bei den freiwilligen Leistungen im Bereich der Vereinszuschüsse, der Mitgliedsbeiträge, der Aus- und Fortbildung sowie bei der Öffentlichkeitsarbeit (Information, Internet, Broschüren, etc.).
Der Innere Zentrale Servicedienst ist ein interner Produktbereich. Die Kosten werden über die interne Leistungsrechnung auf alle externen Produkte verteilt.

 

Budget 3 - Stadtmarketing, Kultur, Markt und Tourismus

“Stadtmarketing, Kultur, Sport & Tourismus” führt alle Kosten zusammen, die für die Erledigung der Aufgaben um das Stadtarchiv, das Museum “Gruberhof”, das Kulturprogramm, die Stadtbücherei, Wochenmärkte und Winzerfest sowie den Tourismus und das Stadtmarketing anfallen.
Einnahmen in diesem Budget ergeben sich überwiegend aus dem Verkauf von Eintrittskarten, aus Mieterträgen, Pacht- und Standgeldern und dem Erlös aus dem Verkauf der “Winzerfestgläschen”.
Aus dem Landesentwicklungsplan Hessen ergibt sich, dass wir als “Mittelzentrum” verpflichtet sind, eine Bücherei als auch ein regionales Museum sowie ein Archiv zu führen. Alle übrigen Leistungen sind freiwillig. Eine rechtliche Verpflichtung, die Leistungen anzubieten und beizubehalten, besteht nicht. Allerdings gibt es auch hier vielfältige gute Gründe, die Ausgaben für diesen kulturellen und damit Lebensqualität sichernden Bereich beizubehalten.

 

Budget 4 - Sportstätten, Hallen und Bürgerhäuser

Innerhalb dieses Budgets werden die Produkte “Sportförderung”, “Sportstätten und Bäder” sowie “Stadt-, Mehrzweckhallen und Versammlungsräume” angeboten.
Die Stadt hat sich an den Ausgaben für 14 Hallen und Säle, einem Freibad, einer Sporthalle und einem Stadion zu beteiligen oder diese sogar vollständig zu tragen und dafür Subventionsmittel aus Steuern in Höhe von 1,74 Mio. € aufzubringen. Den größten “Einzelposten” stellt die Stadthalle Groß-Umstadt mit etwa 470.000 € an Subventionsmitteln dar.
Insgesamt ergeben sich im Budget “Sportstätten, Hallen und Bürgerhäuser” die Einnahmen überwiegend aus Benutzungsgebühren und Mieteinnahmen der Hallen und aus Eintrittsgeldern und Mieten beim Freibad.
Aus dem Landesentwicklungsplan Hessen leitet sich die Verpflichtung für die Bereitstellung der Stadthalle im Zentrum ab. Die darüber hinaus vorgehaltenen Einrichtungen sind als freiwillige Leistungen einzustufen. Auch der Teilbereich Sport ist geprägt von rein freiwilligen Aufgaben. Eine rechtliche Verpflichtung, die Leistungen anzubieten und beizubehalten, besteht nicht. Die sehr gute Akzeptanz  des Freibades sollte allerdings den weiteren Betrieb begründen!

 

Budget 5 - Finanzservice

Im  “Finanzservice” werden die Kosten für das Personal in der Kämmerei, der Steuerverwaltung und der Stadtkasse nachgewiesen. Daneben entstehen Sachkosten für den Aufbau des Haushalts, die Prüfungen durch das Revisionsamt und den Rechnungshof, den Bürgerhaushalt sowie Gerichtskosten im Rahmen von Beitreibungsmaßnahmen. Das Budget bietet insgesamt vier Produkte an: “Haushalt und Buchhaltung”, “Controlling und Vermögensverwaltung”, “Steuern und Abgaben” sowie “Kasse und Vollstreckung”.
Das Gesamtbudget ist geprägt von Pflichtausgaben. “Freiwillig” sind lediglich die Kosten für Öffentlichkeitsarbeit, wie etwa Information und Veranstaltungen zum Thema "Bürgerhaushalt".
Einnahmen ergeben sich im Wesentlichen durch Mahngebühren und Zinsen.
Der Finanzservice ist ein interner Produktbereich. Die Kosten werden über die interne Leistungsrechnung auf alle externen Produkte verteilt.

 

Budget 6 - Zentralbudget

Im  “Zentralbudget” werden die allgemeinen Erträge eingenommen, und die allgemeinen Umlagen geleistet. Die wichtigsten Erträge sind die eigenen Steuern, und die Steueranteile des Landes.
Die hauptsächlichen Aufwendungen, die hier geleistet werden, sind die Umlagen. Die Kreis-, Schul- und Kompensationsumlage dienen insgesamt zur Finanzierung des Landkreises. Aber auch Steuern und Darlehenszinsen werden aus diesen Mitteln gezahlt.
Überschüsse im Zentralbudget stellen die Subventionsverteilungsmasse dar. Viele Budgets benötigen solche Mittel, da ihre eigenen Erträge nicht auskömmlich sind.

 

Budget 7 - Ordnungs- und Standesamt, ÖPNV

Hierzu gehören die Produkte “Öffentliche Sicherheit und Ordnung”, “Personenstandswesen” und “Förderung ÖPNV”.
Das Ordnungsamt ist Dienstleister und Eingriffsverwaltung zugleich, ist für  Bürgerinnen und Bürger oftmals der erste Ansprechpartner, wenn es „Probleme“ gibt!  Das Ordnungsamt  orientiert sich nach außen am Gemeinwohl der Einwohner/innen und Bürger/innen. Maßnahmen dienen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und Gefahrenabwehr.
Das Standesamt begleitet jeden Bürger durch sein Leben. Es registriert die Geburt, schließt die Ehe oder Lebenspartnerschaft und stellt auch die Sterbeurkunde aus. Dazwischen gibt es noch viele Dienstleistungen rund um die Beurkundung von sogenannten "Personenstandsfällen".
Der ÖPNV inkl. des Winzerfestbusses erfüllt im Rahmen der Daseinsvorsorge als freiwillige Aufgabe die Mobilitätssicherung aller Bevölkerungsgruppen. Als wesentliches Instrument des gesamten kommunalen Aufgabenspektrums schafft der ÖPNV auch gesamtgesellschaftliche, volkswirtschaftliche, verkehrspolitische und ökologische Mehrwerte für die Kommunen.
Ein Großteil der Kosten des Budgets wird durch Verwaltungsgebühren, Parkgebühren und Erträge aus der Überwachung des ruhenden und fließenden Verkehrs bestritten.

 

Budget 8 - Brand- und Katastrophenschutz

“Brand- & Katastrophenschutz” kennt die beiden Produkte “Brandschutz” und “Katastrophenschutz”. Als Einrichtung der Kommune spielt der Brand- und Katastrophenschutz auch heute noch eine große Rolle in der Gemeinschaft einer jeden Gemeinde.
Die umfangreichen Tätigkeiten der Freiwilligen Feuerwehr Groß-Umstadt mit allen Stadtteilen umfassen neben der Brandbekämpfung noch den Bereich technische Hilfeleistung insbesondere bei Verkehrsunfällen und die Beseitigung von Ölspuren, Hochwasserschutz, Umweltschutz, Katastrophenschutz, Brandsicherheitsdienste und Brandschutzerziehung.
Die Feuerwehr Umstadt ist eine Stützpunktfeuerwehr des Landkreises Darmstadt-Dieburg und somit auch über die Stadtgrenzen hinaus im Einsatz. Dass die Vorhaltung einer Feuerwehr eine Pflichtaufgabe der Gemeinde ist, wurde gesetzlich geregelt. Die Standards für die technische und persönliche Ausrüstung sind zu Recht sehr hoch. Die Reparatur der „Piepser“, die Unterhaltung der Atemschutzwerkstatt, die Reparatur der Fahrzeuge, die Ersatzbeschaffung und Reparatur von Dienst- und Schutzkleidung usw. sind sehr kostenintensiv.
Die Gesamtleistung der Feuerwehr wird durch ehrenamtliches Engagement der Feuerwehrleute getragen. Zu den vielfältigen Aktivitäten der Freiwilligen Feuerwehren gegören auch: Jugend- und Kinderfeuerwehren, Feuerwehrmusikzüge, Alters- und Ehrenabteilungen.

 

Budget 9 - Friedhöfe

Hier geht es um das Produkt “Bestattungen”. In Hessen gibt es noch den so genannten Friedhofszwang, also muss auch die Stadt Groß-Umstadt Friedhöfe für die Bestattungen zur Verfügung stellen. Die besondere Struktur als Flächenkommune mit mehreren Stadtteilen hat zur Folge, dass insgesamt 10 Friedhöfe unterhalten werden müssen und damit natürlich auch 10 Trauerhallen usw. Seit 01.01.2009 besteht die Möglichkeit von Baumbestattungen auf dem Waldfriedhof.
Friedhöfe sind mehr als nur Beisetzungsorte für Tote. Sie sind auch Orte des Abschieds, der Trauerbewältigung, der Erinnerung und des Gedenkens. Im innerstädtischen Raum übernehmen sie zugleich Funktionen von Grün- und Parkanlagen.
Für das kulturhistorische Erbe und die Stadtgeschichte sind Friedhöfe wichtige Zeitzeugen, die die gesellschaftliche Entwicklung einer Kommune widerspiegeln. Als „Visitenkarte“ sind sie für das Image einer Stadt von Bedeutung.
All das verursacht einen enormen Kosten- und Pflegeaufwand: Die Flächen und Grabstellen sind zur Verfügung zu stellen, die ca. 200 Bestattungen jährlich sind vor- und nachzubereiten, Personal und Gerätschaften in allen Stadtteilen einzusetzen, die Gebäude und Grünanlagen sind zu pflegen, Wege, Treppen, Mauern und Zäune sind Instand zu setzen, Abfall ist zu entsorgen und dergleichen mehr.
Die entstehenden Kosten sollten, da Friedhöfe sogenannte “kostendeckende Einrichtungen” sind, von den Nutzern der Einrichtung, d.h. von den Grabinhabern oder Nutzungsberechtigten, getragen werden. Trotz dieser Vorschrift besteht ein Defizit das aus allgemeinen Steuermitteln aufgebracht werden muss.

 

Budget 10 - Kinder und Jugend

In diesem Budget werden die Haushaltsmittel für die Produkte „Kinder- und Jugendförderung“, „Jugendzentren“ und „Kinderspielplätze“ bereitgestellt.
Kinder- und Jugendförderung findet in den Räumlichkeiten des Jugendzentrums statt. Der offene Treff steht Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 18 Jahren zur Verfügung. Für Mädchen gibt es ein spezielles Angebot. Hinzu kommen die Angebote in den Stadtteilen, die - wie im Jugendzentrum - pädagogisch begleitet werden. Eine enge Zusammenarbeit besteht mit UJAM - der Initiative "Umstädter Jugend arbeitet mit", die regelmäßig ihre UJAM-Partys durchführt.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Durchführung der Ferienspiele „mini-umstadt“, an denen bis zu 600 Kinder teilnehmen können, mittlerweile auch Kinder aus den umliegenden Kommunen.
Im Rahmen der Schulsozialarbeit werden ganzjährige Kooperationsprojekte mit der Ernst-Reuter-Schule wie beispielsweise „Fit for life“ angeboten. Zudem werden in diesem Budget die Kosten für die Instandhaltung und Planung der über 30 Spielplätze der Stadt Groß-Umstadt abgebildet.
Bis auf die Bereitstellung der öffentlichen Spielplätze sind all diese Aufgaben im Kinder- und Jugendbereich freiwillig. Eine rechtliche Verpflichtung besteht dazu nicht.

 

Budget 11 - Kindertagesstätten

Das Budget "Kindertagesstätten" spiegelt die finanzielle Grundlage für die Kinderbetreuung der Stadt Groß-Umstadt wider. Die Stadt unterhält 6 eigene Kindertageseinrichtungen mit 400 Betreuungsplätzen für Kinder von 1 Jahr bis zum Schulbeginn. Die Öffnungszeiten betragen bis zu 10 Stunden.
Zusätzliche Betreuungsangebote werden von der Ev. Kirchengemeinde in Umstadt und in den Stadtteilen bereitgestellt, die unter finanzieller Beteiligung der Stadt 6 weitere Kindertageseinrichtungen betreibt. Daneben ergänzen freie Träger wie „Die Kinderkrippe Spielkreis e.V.“ in Groß-Umstadt und die „Heinzelmännchen e.V.“ das Betreuungsangebot.
Für Kinder, die bereits die Grundschule besuchen, gibt es die Betreuende Grundschule in Umstadt und den Stadtteilen. Ebenso findet eine Schulkindbetreuung im KIZ Pestalozzischule und in der Ev. Kindertagesstätte „Kinderinsel“ in Klein-Umstadt statt.
Die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen hat einen hohen pädagogischen Anspruch, der sich in den Konzeptionen widerspiegelt und vor Ort umgesetzt wird. Die Stadt Groß-Umstadt sieht darin einen wichtigen Beitrag für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Entwicklung und Zukunft unserer Kinder und leistet daher freiwillig erheblich mehr, als dies nach den gesetzlichen Vorschriften des Landes erforderlich ist.

 

Budget 12 - Senioren und Soziale Einrichtungen

Hierzu gehören die Produkte “Soziale Grundsicherung”, “Seniorenangebote”, ”Einrichtung für Wohnungslose” und “Sonstige soziale Einrichtungen”.
Nachgewiesen werden die Personalkosten der dort tätigen Mitarbeiter für die Renten- und Sozialhilfeberatung sowie die laufenden Kosten für die Seniorenwohnanlage in der Schulstraße, die Seniorenbetreuung und die Seniorentage in Umstadt und in allen Stadtteilen. Darüber hinaus beinhaltet das Budget sowohl die Kosten für die Bereitstellung kommunalen Sozial-Wohnraums als komplementäre Daseinsvorsorge für besondere Bevölkerungsgruppen als auch die Zuschüsse an den Senio-Zweckverband zur Bereitstellung und zum Ausbau stationärer Pflege. Zudem werden hier auch die Zuschüsse an die Diakoniestation Groß-Umstadt/Otzberg zur Unterstützung der häuslichen Pflege geführt.
Das Budget ist überwiegend von freiwilligen Leistungen geprägt.

 

Budget 13 - Planungs- und Bauverwaltung

In diesem Budget werden die Mittel für die Stadt- und Landschaftsplanung, Bauverwaltung (Bauberatung, Bauanträge, Erschließungsbeiträge) bereitgestellt sowie Mittel für die “Vorstadtsanierung” und die “Dorferneuerung”. Außerdem werden in diesem Gebiet die Baulandumlegungsverfahren in Zusammenhang mit der Aufstellung von Bebauungsplänen durchgeführt.
Die Leistungen werden aufgrund gesetzlicher Vorgaben erbracht. U.a. liegt die Planungshoheit für die Erstellung von Bebauungsplänen bei der Stadt. Die Bearbeitung von Bauanträgen durch die Gemeinde regelt die Hessische Bauordnung und nach dem Kommunalen Abgabengesetz und städtischer Satzungen erfolgt u.a. die Beitragsabrechnung.

 

Budget 14 - Gebäudemanagement

Das “Gebäudemanagement” verwaltet 85 städtische Gebäude und Liegenschaften: Rathaus, Amtsgerichtsgebäude, 9 Feuerwehrgebäude, 21 Gebäude im Bereich Sport und Kultur, 11 Wohngebäude, 13 Kinder- und Jugendeinrichtungen, 10 Trauerhallen, 11 Buswartehallen und 8 sonstige Gebäude.
Bei einem ermittelten Gesamt-Gebäudewert von rd. 41 Mio. € sind für die Instandhaltung dieser Liegenschaften Sachkosten in Höhe von ca. 500.000 € vorgesehen, das ist etwa 1,2 % des Gebäudewertes. Mit diesen Mitteln werden alle Bauunterhaltungs- und Instandsetzungsleistungen, z. T. unter Berücksichtigung von denkmalpflegerischen Auflagen, Abwicklung von Brandschutzmaßnahmen sowie die gesamte Haustechnik und deren Wartung vorgenommen. Hinzu kommen im Finanzplan weitere erhebliche Mittel für investive Maßnahmen zum Abbau des Sanierungsstaus.
Das Budget wird über intern verbuchte Mieteinnahmen in Höhe von ca. 2 Mio. € gegenfinanziert.

 

Budget 15 - Energie, Umwelt und Naturschutz

Hierzu gehören die Produkte “Natur- und Landschaftspflege”, “Forstwirtschaft und Erholung”, “Landwirtschaft und Weinbau”, “Gewässer- und Hochwasserschutz”, “Umweltschutz und Energieberatung” sowie “Wertstoffsammlung und Abfallwirtschaft”.
110 km Fließgewässer und mehrere Naherholungseinrichtungen müssen erhalten und über 140 ha Grundbesitz verwaltet und überwiegend zur landwirtschaftlichen Nutzung verpachtet werden.
Die Aufgaben, die die Stadt für den ZAW (Zweckverband für Abfall- und Wertstoffeinsammlung des Landkreises) übernimmt, wie die Beseitigung des wilden Mülls und die Ausgabe der Mülltonnen werden großteils vom ZAW erstattet.
Zusammen mit der Gemeinde Otzberg wird ein Wertstoffhof mit positiver Bilanz betrieben.
Das Produkt “Forstwirtschaft” wird durch das Forstamt in Dieburg verwaltet. Im Hinblick auf eine nachhaltige Forstwirtschaft wurden die Einschlagmengen in der Forsteinrichtung reduziert. Dennoch schreibt die Holzwirtschaft schwarze Zahlen.
Im Produkt Umwelt und Energie wurde in den letzten beiden Jahren das Energie- und Klimaschutzkonzept erstellt.

 

Budget 16 - Grün, Straßen und Landschaftsbau

Hier sind die Produkte “Öffentliche Verkehrsflächen”, “Straßenreinigung”, “Parkplätze” und “Grün- und Freiflächenpflege” angesiedelt.
Aus diesem Budget wird die Unterhaltung aller kommunalen Straßen und Plätze finanziert. Das gesamte Straßen- und Gehwegnetz der Stadt Groß-Umstadt umfasst rd. 850.000 qm, dazu gehören 50 Brücken und Durchlässe. Über das Budget werden auch die Wartung und der Betrieb der 2.000 Straßenleuchten, die Oberflächenentwässerung der Straßen mit ca. 4.500 Straßeneinläufen, der Winterdienst und die Straßenreinigung, die Unterhaltung und Pflege von 12 ha Grünflächen und über 3.000 Bäume finanziert. Der Ressourcenverbrauch beinhaltet auch die Abschreibung von über 1 Mio. € jährlich.
Die Strom- und Gasversorger beteiliegen sich im Rahmen der Konzessionsverträge mit 760.000 € an den Kosten für die Unterhaltung der Straßen.
Die Subventionen von etwas über 1,5 Mio. € verteilen sich wie folgt auf die Produkte:
• Öffentliche Verkehrsflächen: 627.000 €
• Straßenreinigung: 268.000 €
• Parkplätze: 103.000 €
• Grün- und Freiflächenpflege: 720.695 €

 

Budget 17 - Zentraler Bürgerservice

Hinter dem Begriff „zentraler“ Bürgerservice steht das UmStadtBüro, die Kfz-Zulassungsbehörde und das Wahlamt.
Der Fachbereich 6, mittlerweile 16 Jahre als erste Anlaufstelle bekannt, gilt als bürgerfreundlicher Dienstleistungsbereich der Stadt Groß-Umstadt, bearbeitet interne und externe Aufgaben und organisiert Wahlen. Das Leistungsangebot wird ständig überprüft und erweitert und ist derart umfassend, dass es an dieser Stelle nicht einzeln aufgeführt werden kann. Auch die KFZ-Zulassungsbehörde ist über die Grenzen von Groß-Umstadt für seinen Bürgerservice bekannt. Im Vorgriff auf den im April bevorstehenden Umzug in den Umstädter Bahnhof wurde ein Händlerschalter eingeführt. Dieser Händlerschalter soll den Service verbessern, die Wartezeiten verringern und die Möglichkeit einräumen, nach Terminvereinbarung ein Gesamtprodukt anzubieten. Weiterhin wird ein Info-Point für den ersten Bürgerkontakt angeboten, dessen Aufgabe u.a. auch die Telefonzentrale der Stadt Groß-Umstadt ist.
Für den zentralen Bürgerservice ist trotz der hohen Einnahmen eine Subvention aus dem Zentralbudget notwendig. Den Grund finden wir in den gesetzlichen Pflichtaufgaben (Einwohnermeldeamt, Passamt, Wahlamt), die im Fachbereich 6 erledigt werden. Im Produkt "Wahlen" steht im April die Durchführung der Direktwahl des Landrates des Landkreises Darmstadt-Dieburg und im November die Ausländerbeiratswahl an.

 

Budget 18 - Wasserversorgung

Das Wasserwerk der Stadtwerke Groß-Umstadt versorgt ca. 7.500 Haushalte in der Kernstadt und den Stadtteilen mit ca. 1 Mio. cbm Trinkwasser pro Jahr. Um diese Wassermenge jederzeit gesichert und in guter Qualität zur Verfügung zu stellen, werden an 11 Standorten 20 Gewinnungsanlagen betrieben. Diese unterteilen sich in 13 Tiefbrunnen, 6 Quellen und einen Stollen. Weiterhin müssen ca. 115 km Wasserleitung und 6 Wasserspeicher mit einem Gesamtvolumen  von ca. 6.000 cbm unterhalten, saniert und teilweise auch erneuert werden.
Nicht alle Grundwässer entsprechen in ihrer Qualität der Trinkwasserverordnung, deshalb werden für die Einhaltung der Grenzwerte physikalische Aufbereitungsanlagen eingesetzt. Hierbei werden den Rohwässern keine Stoffe zugesetzt. Alle eingesetzten Aufbereitungen stützen sich auf Filter- bzw. Belüftungstechniken. Das Brunnenwasser von Klein-Umstadt und Richen wird von überschüssigem Eisen und Mangan befreit. An anderen Standorten wie Dorndiel, Heubach, Raibach und Wiebelsbach wird das Rohwasser lediglich entsäuert.
Die beschriebene dezentrale Wassergewinnung und Speicherung gibt ein hohes Maß an Betriebssicherheit, ist jedoch mit einem hohen Arbeitsaufwand für den Betrieb und die Unterhaltung verbunden. In den Jahren 2015 und 2016 ist der Neubau der Pumpstation an der Haxenmühle geplant. Hier soll neben einer verbesserten Steuerung auch die Möglichkeit der Teilstromaufbereitung für Nitrat gegeben werden.

 

Budget 19 - Abwasser, Kanal

Die Kläranlage im Stadtteil Richen reinigt das häusliche und das gewerbliche Abwasser sowie das bei Regen von Dächern, Hof -und Straßenflächen abfließende Niederschlagswasser von Groß-Umstadt und allen Stadtteilen, ausgenommen Dorndiel, dessen Abwasser über eine Druckleitung zur Kläranlage nach Hainstadt gepumpt und dort gereinigt wird.
Zur besseren Auslastung und optimierten Nutzung werden die Abwässer von Otzberg und Hassenroth in der Kläranlage von Groß-Umstadt gereinigt. Bei der Reinigung von jährlich ca. 4.000.000 cbm Abwasser fallen ca. 300 t Rechengut und 2.000 t Klärschlamm an. Durch den Einsatz eines Sandwäschers fällt seit Ende 2012 kein Sandfangmaterial, das extra entsorgt werden müsste, mehr an.
Die kontinuierliche Verbesserung in den Ablaufprozessen ermöglicht eine finanziell gewinnbringende Unterschreitung der Grenzwerte, die Reduzierung des Energiebedarfes und dadurch einen umweltschonenderen Betriebsablauf. Die sich derzeit in der Umsetzung befindliche „Energetische Optimierung“ soll eine Reduzierung des Energiebedarfs um ungefähr die Hälfte des gesamten Bedarf für die Kläranlage  mit sich bringen.
Das ca. 124 km lange Abwassersystem mit seinen Kanälen in Durchmessern von 250 mm bis zu 2,40 m leitet die Abwässer zur Kläranlage. Die Unterhaltung der Kanäle umfasst neben den Kanalspülungen auch eine kontinuierliche Kamerabefahrung für die Zustandskontrolle, auf deren Basis der Sanierungsumfang festgelegt wird. Neben der Unterhaltung des Kanalsystems müssen noch drei Regenrückhaltebecken mit insgesamt über 4.000 cbm Speichervolumen und 22 Regenentlastungsbauwerke gewartet werden.

 

Budget 20 - Bauhof

Der Bauhof ist ein “Dienstleistungsunternehmen” der Stadt Groß-Umstadt für die Stadt Groß-Umstadt. Nahezu alle Tätigkeiten werden durch die 31 MitarbeiterInnen abgedeckt: Gärtner pflegen die Grünanlagen und Bäume, schneiden die Feldwegebegrünung zurück; Elektriker, Installateure, Maler, Fliesenleger und Weißbinder erledigen die Unterhaltungsarbeiten in den städtischen Liegenschaften (Kindergärten, Altenheim, Hallen, etc.). Tief- und Straßenbauer sind für die Instandhaltung der öffentlichen Straßen und Plätze unterwegs.

Neben der Unterhaltung des umfangreichen Fuhr- und Maschinenparks der Stadtwerke unterliegt den Schlossern auch die Straßenbeschilderung. Schreinerarbeiten für die Reparaturen auf Kinderspielplätzen, die regelmäßigen Kontrollen der Spielgeräte sowie Holzarbeiten an öffentlichen Gebäuden obliegen der Holzwerkstatt.
Das Ausheben und Schließen der Gräber, die Pflege der Friedhöfe im Bereich der Grünflächen und Wege sowie das Herrichten der Trauerhallen gehören zum Aufgabenbereich des Bauhofes. Öffentliche Plätze und Gehwege werden gereinigt. Auch illegal abgeladener Müll wird in den Groß- Umstädter Gemarkungen eingesammelt und einer ordnungsgemäßen Wiederverwertung zugeführt. Ergänzend hierzu stellt der Bauhof das Personal für die Mülltonnenausgabe und sorgt durch seinen Winterdienst für Sicherheit auf Wegen und Straßen. Der eingerichtete Bereitschaftsdienst gewährleistet, dass zu jeder Tages- und Nachtzeit Personal und Gerät des Bauhofes für Notfälle eingesetzt werden können.

Downloads: , , , ,