Transition Town

Groß-Umstadt Transition - So kann es weiter gehen!

Logo: Transition-InitiativenDie ‚Transition Town‘ - Bewegung wurde von Rob Hopkins 2006 in England gegründet. Die Idee dahinter ist die gemeinschaftliche Entwicklung einer nachhaltigeren Gesellschaft, die ohne fossile Energien auskommt. Mittlerweile gibt es Gruppen auf der ganzen Welt, die praktischen Initiativen und Veranstaltungen umsetzen. In Deutschland läuft die Transition Bewegung unter dem Motto ‚Stadt im Wandel‘. So finden sich gleichgesinnte Menschen zusammen, die gemeinsame Interessen und Visionen verfolgen.

Groß-Umstadt Transition
Letzten Sommer hat sich eine kleine Gruppe von Groß-Umstädter*innen zusammengetan und ‚Groß-Umstadt Transition‘ ins Leben gerufen. Die Gruppe hat sich über den ‚Weniger ist Mehr‘-Workshop von Yvonne Sutter kennengelernt und wurde davon inspiriert, den nachhaltigen gemeinschaftlichen Gedanken weiter zu tragen. Als ,Lokale Agenda‘-Gruppe wird diese von der Stadt Groß-Umstadt tatkräftig unterstützt.

Offene Treffen
Die offenen Treffen finden monatlich im Mehrzweckraum der Stadthalle Groß-Umstadt statt und werden mit einer Stunde von 20 bis 21 Uhr knapp und produktiv gehalten. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Müllsammelwanderung
Auch lädt die Gruppe zu ihrer ersten offiziellen Veranstaltung ein: Am Samstag, 6. April 2019, um 14 Uhr am Rathaus Groß-Umstadt geht eine familienfreundliche Müllsammelwanderung los. Die Strecke (ca. 6 bis 7 km) geht nach Klein-Umstadt und über Richen und die Tiefen Wiesen zurück nach Groß-Umstadt. Geplant ist es am Spielplatz in den Tiefen Wiesen für ein gemeinsames Picknick zu pausieren. Müllsammelausrüstung wir gestellt. Zum Picknicken bittet die Gruppe, dass jeder etwas mitbringt, inklusive eigenes Geschirr.
Um unverbindliche Rückmeldung beim Agenda Büro Groß-Umstadt (Reiner Michaelis: 06078 781277, reiner.michaelis@gross-umstadt.de) wird gebeten. Kurzentschlossenen sind herzlich willkommen.
Es freuen ich auf eine rege Teilnahme und neue Mitglieder die Groß-Umstadt Transition-Gruppe: Heike, Werner, Karla und Yvonne.

Film
Für den 24. Mai um 19 Uhr ist geplant, einen Transition Film zu zeigen. Weitere Informationen folgen, als Mitveranstalter haben sich der Verein Solawi und der Kulturbahnhof angeboten.

 

Faltblatt Ernährungsrat

 

Solidarische Landwirtschaft in Groß-Umstadt

Die in der Lokalen Agenda der Stadt Groß-Umstadt ist ein Projekt „Solidarische Landwirtschaft“ entstanden, das im Frühjahr 2019 an den Start geht. Darüber hat das Darmstädter Echo am 27.02.2019 ausführlich berichtet, wir zitieren den Beitrag und das Foto von Ursula Friedrich:

 

Umstädter Gemüse frisch vom Acker

GROSS-UMSTADT - Weniger Verpackungsmüll, kurze Transportwege, ökologischer Anbau, nachhaltige Landwirtschaft – es gibt viele Argumente, die für dieses Projekt sprechen. Ein weiteres ist der genossenschaftliche Gedanke: Solawi, sechs Buchstaben stehen für ein Umdenken in landwirtschaftlicher Produktion und Ernährung; jetzt auch in Groß-Umstadt.

Vor gut einem Jahr startete die Initiative Solidarische Landwirtschaft (Solawi). „Der Impuls kam aus der lokalen Agendagruppe 21“, berichtet Christian Meier aus der Solawi-Kerngruppe. Das „kleine Pflänzchen“ gedieh schnell, schon im Sommer hatte man einen Gärtner gefunden, der für die wirtschaftliche Gemeinschaft Gemüse anbauen wollte. Als der vielversprechende Kandidat aus privaten Gründen einen Rückzieher machte war die Enttäuschung zunächst groß. Doch wurde mit Bengt Reichard ein Gärtner gefunden, der auf einer Ackerfläche im Ortsteil Richen loslegen wird – und bereits ab Mai diesen Jahres kann der junge Verein die ersten Feldfrüchte einfahren.

Die Idee der Solawi stammt aus Japan. In Deutschland gibt es bereits mehr als 200 Nachahmer, die nächsten in Darmstadt, Ober-Ramstadt und im Modautal. Das Umstädter Modell ist auf 50 Ernteanteile ausgelegt – ein Anteil deckt den Bedarf von zwei Personen an frischen, saisonalen Produkten. „Man kann auch einen halben Ernteanteil erwerben“, so Meier – ein Ansporn für Single-Haushalte. Rund 30 Ernteanteile sind vergeben – damit lässt sich starten. Nach dem Solidarprinzip: Die Teilnehmer finanzieren den Acker, die Lagerräume, Werkzeug, den Lohn für den Gemüsegärtner und teilen sich die Ernte. Kartoffeln, Radieschen, Mangold und Spinat, Karotten, Zuckermais, Tomaten, Kohlrabi, Feldsalat und mehr werden vor Ort angebaut und an einer Verteilerstation an die Mitglieder ausgegeben. „Ökologisch, regional, saisonal und autark. Es ist eine Abkehr von der konventionellen Landwirtschaft“, so Meier. Nachteile: Auch mögliche Rückschläge bei der Ernte müssen gemeinsam geschultert werden.

Gründe, einen Ernteanteil zu erwerben, gibt es für die Einzelnen reichlich: „Weniger Verpackungsmüll“, so Melissa Renken. „Weg von der exzessiven Bodenausbeutung in der Landwirtschaft“, so eine weitere Teilnehmerin – das extrem nitrathaltige Umstädter Wasser sei ein deutliches Signal, was durch Pestizideinsatz und Gülle auf den Ackerflächen verursacht wird.

„Ökologie und Biodiversität (biologische Vielfalt)“, nennt Kurt Glogner weitere Aspekte und denkt bereits weiter: „Wir können einen Bildungsauftrag wahrnehmen“. Naturpädagogik sei das Stichwort. „Angebote für Kindergärten und Schulklassen und vielleicht die Anschaffung von alten Nutztierrassen“ sind Fernziele des Vereins.

Der 2018 ausgebrachte Solawi-Samen ist also aufgegangen und wird von der Bund-Ortsgruppe und der Lokalen Agenda unterstützt. „Wir haben den Anspruch zu wachsen“, sagt Meier, mitmachen kann jeder.

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