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Nachhaltige Entwicklung

... ist in Groß-Umstadt eine längst selbstverständliche Übung, nachzuempfinden an der Lokalen Agenda 21, am Bürgerhaushalt, am Interesse der Bürgerinnen und Bürger am neuen Flächennutzungsplan, an Klimaschutzkonzept (EnergieWende), etc., aber auch am Engagement in den Stadtteilen beim Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" oder bei der Dorferneuerung. Dazu kommen ungezählte Projekte und Aktionen, die von den Menschen selbst vorgeschlagen und in der Regel auch eigenverantwortlich umgesetzt werden.

 

In den 1990-er Jahren kam das sogenannte "Neue Steuerungsmodell", die Verwaltungen reformierten sich und es entstand in der Struktur und im täglichen Umgang eher das Verhalten des Dienstleisters: "Die Stadt ist für die Bürger da" - und nicht umgekehrt. Dahinter steckt der Begriff der Bürgerorientierung mit z.B. diesen Merkmalen: 

  • Verwaltungsreform seit 1994, aus 9 Ämtern werden 6 Fachbereiche
  • Einführung eines front office („UmStadtBüro“) im Jahr 1999
  • erste Formen der Beteiligung seitens der Verwaltung z.B. bei der Sanierung/Erweiterung der Kläranlage, bei Landesprogrammen wie Stadtsanierung und Dorferneuerung, selbstverständlich auch bei konkreten Projekten im Straßenbau, bei Spielplätzen (Nachbarschaftshilfe) und dgl. mehr
  • Homepage mit Formularen, Bürgertelefon, Bürgermail, großzügige Öffnungszeiten der Verwaltung und z.B. der Bücherei
  • Neubürgertag 1 x im Jahr mit Empfang, kleiner Stadtführung an 4 Stationen und Weinprobe
  • Neujahrsempfang
  • Sportlergala für Sieger aus Sport und Kleintierzucht auf allen Ebenen (Kreisligen bis WM und Olympia)
  • Jugendtreffs in fast allen Stadtteilen
  • Seniorennachmittage in allen Stadtteilen

 

Das Konzept einer verbindlichen Bürgerbeteiligung steckt im Agenda-Prozess, der auf dem Kommunalen Handlungsprogramm (unserer LA 21) basiert. Das Programm haben ausschließlich Bürgerinnen und Bürger in den Jahren 1999 bis 2001 erstellt, die Stadtverordnetenversammlung hat das Dokument einstimmig beschlossen.

Darin ist u.a. festgelegt, dass:

  • in der Stadtverwaltung ein Agenda-Büro als Koordinationsstelle für alle Beteiligungsprozesse und daraus resultierende Aktivitäten besteht (seit 2001 zu 50 % auf der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
  • das Agenda-Büro mit Unterstützung der Fachbereiche seit 2010 einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht (einen Indikatorenkatalog zu wesentlichen Zielen und Entwicklungen der Stadt)
  • Stadtentwicklung grundsätzlich unter Bürgerbeteiligung und im Konsens stattfinden soll (s. UmWeltKonferenz 1992 von Rio)
  • dabei die drei Themenfelder "Wirtschaft - Soziales/Kultur - Umwelt/Natur" maximal ausbalanciert werden sollen.

 

Eine dritte Dimension der "Bürgerkommune" ist das Bürgerengagement. Es besteht im Initiativrecht und im Engagement aller Bürgerinnen und Bürger, sich im Interesse des Gemeinwesens einzusetzen. So haben sich im Rahmen der LA 21 vier Kultur- und Geschichtsvereine gegründet, die Bürger bieten eigene und neue Veranstaltungen an, in jedem Stadtteil gibt es 2-3 AGs, die sich um (Erlebnis-)Obstwiesen, örtliche Rundwanderwege, Feste, Ausstellungen, Erzählcafés, Naturschutzgebiete, öffentliche Räume (ehem. Ortsrathäuser, Friedhofshallen, Plätze und Flächen), Müllsammelaktionen, etc. kümmern.

Aus der "Ermöglichungsidee" hat sich eine Kultur der Eigenverantwortung entwickelt, die von der Stadt unterstützt, gefördert und anerkannt wird.