Sinnlose Störung der Totenruhe

Ein Mitarbeiter vom Baubetriebshof der Stadt Groß-Umstadt hat am Dienstag, dem 02.04., im Rahmen von Routinearbeiten auf dem Raibacher Friedhof den Schaden entdeckt. Ein Pfosten des Tores am oberen Eingang war gewaltsam lockergerüttelt worden und musste neu einbetoniert werden, doch viel schlimmer: rund ein Dutzend Gräber waren geschändet. Die Stadt hat bei der Polizei sofort Anzeige wegen Störung der Totenruhe erstattet und die Grabinhaber benachrichtigt.

Etliche Grablichter, auch fest montierte wertvolle Grablaternen wurden kurz und klein geschlagen, Blumengefäße umgeworfen bzw. zerstört, Vasen und Dekoration waren im Umfeld verteilt, auf den Gräbern und dazwischen überall Glas- und Tonscherben. „Selbst wenn der materielle Schaden zu verkraften ist“, kommentierte Bürgermeister Joachim Ruppert diese unselige Zerstörung, „hier wurde auf ignorante Weise nicht nur auf Gräbern herumgetrampelt, sondern auch auf den Gefühlen der Angehörigen und Familien. Wir rufen alle Raibacher auf, Beobachtungen oder Verdachtsmomente direkt an die Polizei in Dieburg zu melden unter Tel. 06071 96560.“