Freibadsanierung - eine kommunale Aufgabe

Groß-Umstadt möchte sein Freibad sanieren, weil das jetzige in vielerlei Hinsicht marode und in die Jahre gekommen ist. Das Schwimmerbecken muss neu gegründet werden, die Technik und die Gebäudeteile bedürfen der Modernisierung, darüber gibt es keine zwei Meinungen.

Allerdings ist die inzwischen vorliegende Konzeptstudie umstritten, obwohl - anders als behauptet - die Stadt immer offen und transparent mit dem Projekt umgegangen ist und die Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung ohnehin öffentlich sind.

Bereits 2009 wurden in den politischen Ausschüssen, im Magistrat, im Seniorenbeirat und in der Kinder- und Jugendförderung Gespräche geführt und Ideen gesammelt und in das weitere Planverfahren eingespeist. Mit Gründung der BI, dem heutigen Förderverein Schwimmbad, wurde auch dieser stets eingebunden und beteiligt.

2011/2012 gings zunächst um die Standortfrage mit dem Ergebnis, dass es in Groß-Umstadt weder vom Baugrund her noch in Sachen Verkehrsanbindung einen besseren Platz gibt. 2014 erfolgte dann eine professionelle Baugrunduntersuchung, und die Bewegungen der Wannenelemente des Schwimmerbeckens wurden vermessen. Die Sanierung war damit eigentlich schon entschieden. Zwischenzeitlich wurde ein regelmäßiger Arbeitskreis mit dem Förderverein gegründet, in dem alle Daten und Fakten offen auf dem Tisch lagen. Die Vorschläge von der Zukunftswerkstatt des Ortsbeirates Umstadt in der Säulenhalle sind mit einer Ausnahme aufgenommen worden und in die weitere Beratung eingeflossen. Bürgerbeteiligung war also an vielen Stellen mit vielen Interessensgruppen gewährleistet.

Aus all dem Wissen entstanden eine Machbarkeitsstudie und der Antrag auf Förderung. Diese wurde nun zugesagt und da die Zuschussgelder Ende 2023 verfallen, galt es, schnell eine Konzeptstudie einzureichen, die den Kostenrahmen abbildet. Im Konzepttext liest sich das so: „Die wesentlichen, kostenrelevanten Projektmerkmale, wie Wasserfläche, Nutzungsbereiche, Gebäudevolumen sind verbindlich. Die Studie erlaubt darüber hinaus aber noch Änderungen.“

Mit dem Förderverein wurde am 07.03.2019 über dieses Ergebnis gesprochen. Das Verhältnis zwischen Schwimmer- und Nichtschwimmerwasser wurde zugunsten der Bahnenschwimmer größer geplant. Das neue Mehrzweckbecken kommt mit einem Wasserkreislauf aus, es ist gegenüber einer Mehrbeckenanlage mit geringerem Investitionsaufwand zu erstellen und wirtschaftlicher im technischen Betrieb. Selbst die Beckenaufsicht ist einfacher zu organisieren.