Informationen aus der Landwirtschaft

Logo: AGGL(AGGL) Die Erntearbeiten und Strohbergung werden bis zur Monatsmitte abgeschlossen sein. Für Spitzenerträge fehlte auf den meisten Flächen im Maßnahmenraum auch in diesem Jahr das Wasser.

Jetzt steht die Aussaat von Zwischenfrüchten an! Das Ausfallgetreide sollte zuvor weitgehend aufgelaufen sein, besonders Gerste unterdrückt sonst häufig die Zwischenfrüchte, deshalb kann hier eine intensivere Stoppelbearbeitung notwendig sein. Nach Weizen oder Roggen reicht eine einmalige Bearbeitung aus, auch die Direktsaat von Zwischenfrüchten unmittelbar nach der Ernte ist möglich. Um Wasser zu sparen und Verdunstung zu verhindern sollte eine flache Stoppelbearbeitung erfolgen.

Mit dem Anbau geeigneter Zwischenfrüchte wird Reststickstoff aus dem Boden im Aufwuchs konserviert. Zwischenfrüchte lockern enge Fruchtfolgen auf und verhindern durch Bedeckung und Durchwurzelung des Bodens die Erosion. Um möglichst große Aufwuchsmengen zu etablieren ist eine zügige Aussaat der Zwischenfrüchte direkt nach der Ernte von Vorteil. Die Samenreife von Zwischenfrüchten sollte durch den Einsatz von Walze oder Mulcher verhindert werden. Die gesetzlichen Vorgaben beim Anbau von Zwischenfrüchten im Rahmen von Greening, HALM oder Wasserschutzkooperationen sind einzuhalten!

Bis Ende des Monats sollte auch die Rapsaussaat erfolgt sein. Die Ölpflanze braucht eine frühräumende Vorfrucht und fordert eine mindestens dreijährige Anbaupause, d.h. weitere Fruchtfolgen um Pilzerkrankungen vorzubeugen. Außerdem stellen Fruchtfolgen mit Raps besondere Anforderungen an die Auswahl von Zwischenfrüchten. Kruziferen wie der Gelbsenf haben keinen Platz in Fruchtfolgen mit Raps. Die Trockenheit im Vorjahr hatte dazu geführt, dass die Anbaufläche von Raps auf einem fast historisch niedrigem Niveau war. Die Zeichen für eine erfolgreiche Aussaat sind in diesem Jahr deutlich besser. Voraussetzung den erfolgreichen Rapsanbau ist ein gleichmäßiger, optimaler Feldaufgang der Saat und die Bedingungen dafür schaffen Witterung und vor allem Bewirtschaftung und Bearbeitung. Die wichtigsten Punkte sind nachfolgend aufgeführt.

  • kurze Häcksellänge und eine gleichmäßige Spreu- und Strohverteilung
  • rechtzeitig Pflügen - Raps braucht ein gut abgesetztes Saatbett
  • Mulchsaat auf erosionsgefährdeten Standorten
  • ein zu feines Saatbeet birgt die Gefahr der Verschlämmung und Erosion
  • richtige Aussaattiefe (nicht zu flach < 1cm Ablagetiefe, nicht zu tief > 3 cm Ablagetiefe)
  • bei Trockenheit anwalzen, um den Bodenschluss zu verbessern

Weitere Informationen finden Sie unter www.aggl-otzberg.de. Bei Fragen steht Ihnen das AGGL Team gerne unter der Telefonnummer 06162 94352 zur Verfügung.