Tröpfchenbewässerung mit Tiefenwirkung

An inzwischen 20 Bäumen in Groß-Umstadt kann man sie sehen, die grünen Wassersäcke, die insbesondere junge Bäume über die heiße Zeit bringen und die Arbeit der städtischen Gärtner beim Gießen endlich zur Erfolgsgeschichte machen.

Wie z.B. in der Röntgenstraße auf dem neu gepflasterten Platz zu sehen, werden frisch gepflanzte Bäume in regenarmen Zeiten per Tröpfchenbewässerung optimal versorgt. Das gelingt durch Wassersäcke, die knapp 60 Liter Wasser fassen und dieses durch den perforierten Boden direkt am Stamm über bis zu 9 Stunden lang tröpfchenweise an die Pflanze abgeben. So sickert das lebensnotwendige Nass in die Tiefe, statt wie bisher beim oberflächlichen Wässern, sich in der Breite zu verteilen und flugs zu verdunsten. Das spart nicht nur Wasser und unnötige Versorgungsfahrten, der so behandelte Baum bekommt das Wasser im Wurzelbereich, also dort, wo er die Nährstoffe aufnehmen kann. 2-3 Mal pro Woche werden die Bäume mit dem vorhandenen Wassertank-Unimog angefahren.

Unterstützend erhalten die Bäume vorher einen weißen Anstrich, damit das Sonnenlicht reflektiert wird und die Rinde nicht aufbricht. Das Kombi-Verfahren wird zunehmend im ganzen Bundesgebiet und bei der Bundesgartenschau in Heilbronn eingesetzt. Erfahrungen zeigen, dass junge Bäume nach 3 bis 5 Jahren solcher Versorgung stabil und widerstandsfähig heranwachsen und auch ältere Bäume schnell wieder grüne Blätter und Wachstum in der Baumkrone entwickeln.