Faire Fußbälle für Heubacher Sportvereine

Am Donnerstag, 26.09.2019, gab es für die beiden Heubacher Sportvereine eine schöne Überraschung: Herr Dr. Klaus Menge von der Fa. FRENGER SYSTEMEN BV in Heubach hatte 20 Fairtrade-Fußbälle beschafft - ein tolles Geschenk für die Fußballer des Sportvereins und die Ballkünstler des Turnvereins. Auf Anfrage der Stadt, die seit vier Jahren den Titel Fairtrade-Stadt trägt, hatte sich der Geschäftsführer sofort bereit erklärt, dieses Sponsoring im Rahmen der fairen Woche 2019 zu übernehmen.

Bei leichtem Nieselregen fand die Übergabe in den Geschäftsräumen statt, mit dabei waren v.l.n.r. Bürgermeister Joachim Ruppert, Gerhard Amend, Karl Ries (beide TV Heubach), Dr. Klaus Menge (Geschäftsführer FRENGER SYSTEMEN), hinten: Jens Koslowski (Jugendtrainer), Stefan Menge (Geschäftsführer FRENGER SYSTEMEN), Evi Emich (Vorstand SV Heubach), Sergio Fernandes (Jugendtrainier) und im Vordergrund Zoe, Bela und Sarah.

Die Bälle kosteten ca. 520,00 € und sind insbesondere beim SV Heubach sehr willkommen, der TV begnügt sich für unterschiedliche Spielangebote mit dem kleineren Teil der Spende. Die, würdigte der Verwaltungschef in seiner kleinen Ansprache, passe perfekt ins Bild der Stadt, die immerhin seit vier Jahren den offiziellen Titel Faitrade-Stadt trage und das bereits an vielen Stellen lebe. „Diese Ballspende ist bereits die vierte, und wir sind stolz darauf, dass Sponsoren auf diese Weise Gutes tun - für die Familien in den Herstellerländern und für die jungen Menschen hier, die Fairness nicht nur auf dem Fußballplatz, sondern auch im weltweiten Handel verstehen und schätzen lernen. Für die Spender ist der aufzuwendende Geldbetrag erschwinglich - und allemal nachhaltiger angelegt als für andere Werbemaßnahmen. Für die Stadt sind gerade solche Initiativen eine wertvolle Referenz. Ich danke dem Spender und wünsche den Sportlern stets Fairplay und viele Tore.“

Egal wo auf der Welt Fußball, Volleyball, Basketball oder Rugby gespielt wird, die meisten Menschen wissen nichts über den Hauptdarsteller jedes Spiels - den Ball. Diese sind zumeist handgemacht, oft von Leuten mit langen Arbeitszeiten und schlechten -bedingungen. Handgefertigte Fußbälle werden überwiegend in Pakistan produziert. Ungefähr 40 Millionen, zu Weltmeisterschaften bis zu 60 Millionen, werden in der ärmlichen Region Sialkot, im Norden des Landes, hergestellt. Insgesamt sind ca. 40.000 Menschen in Pakistan in der Fußballindustrie tätig. Näherinnen und Näher werden nicht pro Stunde, sondern pro Ball bezahlt. Unbezahlte Überstunden sind an der Tagesordnung und die Gehälter liegen meist weit unter den gesetzlichen Mindestlöhnen. Um von der Fußballproduktion leben zu können, arbeiten viele Näher das Wochenende durch - bis zu 12 Stunden pro Tag. Aus Armut werden die Eltern gezwungen, auch ihre Kinder arbeiten zu lassen, um das Familien-Einkommen zu steigern. Kinderarbeit in der Fertigung von handgemachten Sportbällen ist verbreitet, durch mangelnde Schulbildung ist der Weg aus der Armut schwer. Es gibt also viele gute Gründe, warum FAIRTRADE den Unterschied macht …

Bisher haben sich engagiert:

  • 2015 Winfried Breul: 17 Fairtrade-Handbälle für die TV-Jugend
  • 2016 Michael Goll und Mirko Janovich: 14 Fairtrade-Fußbälle für den Jugendförderverein Fußball
  • 2018 KFZ Lemmerz: 20 Fairtrade-Fußbälle für die Soccer Girls
  • 2019 FRENGER SYSTEMEN BV: 20 Fairtrade-Fußbälle für die Sportverein und Turnverein Heubach
Tags: Fairtrade