Biolandbau und Permakultur

Logo Lokale Agenda 21Sehr herzlich sind alle interessierten Menschen zu einem Vortragsabend der Lokalen Agenda 21 in Groß-Umstadt eingeladen, der sich mit dem Thema „Biolandbau und Permakultur“ befassen wird. Namhafte Referenten werden zeigen, dass und wie sie sich auf eine naturverträgliche Wirtschaftsweise umgestellt haben, dass es ökologisch und wirtschaftlich geht und vor allem den „Nährboden“ erhält, der auch weiteren Generationen gesunde Lebensmittel beschert.

Am Mittwoch, 13.11.2019, werden um 19:00 Uhr Felix Prinz zu Löwenstein, vier erfolgreiche Umstädter Betriebe und Burkhardt Klose aus Michelstadt darlegen, warum eine naturbezogene Kreislaufwirtschaft wichtig ist und wie sie funktioniert. Abschließend werden selbstverständlich Fragen und Anregungen angenommen und vielleicht finden sich auch Menschen, die ein Projekt „Permakultur“ in Groß-Umstadt starten möchten.

Herr Löwenstein hatte in Groß-Umstadt schon vor 4 Jahren aus seinem Buch gelesen: „Es ist genug da. Für alle. Wenn wir den Hunger bekämpfen, nicht die Natur.“ Seit 1992 bewirtschaftet er sein Gut biologisch, dass über 500 Jahre in Familienbesitz ist, und weiß: „Die Welt wird sich ökologisch ernähren oder gar nicht. Es geht nicht um möglichst hohe Produktionsmengen, sondern um Ressourceneffizienz. Wir können doch die knapp gewordenen Ressourcen - Energie, Wasser, Land, Urwälder - nicht jetzt in einem letzten großen Feuerwerk verpulvern und den kommenden Generationen unlösbare Probleme hinterlassen! Außerdem funktioniert Welternährung mit Ökoanbau.“

Nach seinem Impulsvortrag stellen sich vier Umstädter Betriebe kurz vor, Frau Annette Däschner, Holger Schütz, Bernd Hax und für die Solidarische Landwirtschaft Christian Meier. Sie alle haben ihre Wirtschaftsweise  z.T. schon vor vielen Jahren umgestellt und können zeigen, dass Geld verdienen nicht auf Kosten der Natur gehen muss. Für Groß-Umstadt

arbeiten sie mit im derzeit laufenden Projekt des Landes Hessen „Ökolandbau Modellregion Süd“.

Burkhardt Klose ist Forstbeamter bei HessenForst und betreut seit 15 Jahren das Kommunal-/Privatwaldrevier Michelstadt. Seine Kernbotschaft lautet: „Den Humusaufbau in landwirtschaftlichen Böden sehe ich als Dreh- und Angelpunkt für eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Die Permakultur gibt uns dazu das geeignete Planungssystem, verbunden mit ethischen Grundwerten.“ Seine Waldflächen bewirtschaftet er nach den Prinzipien des naturnahen Waldbaus mit besonderem Augenmerk auf den Umbau des Waldes in arten- und strukturreichen Mischwald, auf die Förderung alter Bäume, Entwicklung von Quellhorizonten und Wasserretention. Schon 2013 hat er einen Permakultur-Designkurs absolviert, baut im eigenen Garten Gemüse nach Permakulturkriterien an, liebt es, große Komposthaufen nach verschiedenen Rezepturen und für verschiedene Zwecke anzulegen. Seine Vision ist ein Wandel in der Bodenbewirtschaftung für mehr Humusaufbau und Fruchtbarkeit.

Die Veranstaltung des städtischen Agenda-Büros möchte informieren, Hintergründe und Zusammenhänge aufzeigen und am Beispiel erfolgreicher Vorbilder Produzenten und Verbraucher motivieren und zum Nachdenken anregen.