Gedenkveranstaltung zum 9. November

Der 09. November ist in mehrfacher Hinsicht ein markantes deutsches Datum: 1918 ruft Phillip Scheidemann an diesem Tag die Deutsche Republik aus, 1923 scheitert der „Hitlerputsch“, vor über 80 Jahren, im Jahr 1938, brennen die Synagogen und 1989 fällt die Berliner Mauer. Seit vielen Jahren veranstaltet der Runde Tisch „Jüdisches Leben in Groß-Umstadt“ an der jüdischen Gedenkstätte vor dem Darmstädter Schloss eine Gedenkstunde, zu der auch am Samstag, 09.11.2019, wieder alle Groß-Umstädter jeden Alters herzlich eingeladen sind.

Um 18:00 Uhr wird Bürgermeister Joachim Ruppert nach einer musikalischen Begrüßung durch Dietrich Klos alle Teilnehmer mit einer Ansprache auf das Erinnern und Gedenken einstimmen und mit Sicherheit auch den Bezug zu aktuellen Themen herstellen. Wie im Vorjahr ist ein kleiner Rundgang vorgesehen, der „die Wege der Juden“ nachempfindet, was durchaus doppelsinnig zu verstehen ist. Stadtverordnetenvorsteher Matthias Kreh hat sich bereit erklärt, wieder die Moderation zu übernehmen.

Zunächst geht es zum Marktplatz, wo der Leistungskurs Geschichte von Herrn St.D. Niclas Jaehnig vom Max-Planck-Gymnasium szenische Beiträge in einem besonderen Format präsentieren wird. In der Unteren Marktstraße werden dann die Konfirmanden die Ev. Kirchengemeinde Stellung beziehen zum Thema Stolpersteine und Pogromnacht. Anschließend wird Herr Klos mit seinem Saxophon den Übergang zur 3. Station In der Fahrt einleiten, wo der BDP am Standort der ehemaligen Synagoge eine Projektion mit Ansprache präsentieren wird. Zum Abschluss gegen 19:00 Uhr wird sich die Bürgerstiftung im Pfarrhof zu den Themen „Ausgrenzung, Teilhabe, Bildung“ einbringen, und mit einem weiteren Musikstück wird diese Gedenkstunde ausklingen.

Der Runde Tisch hat sich 2009 gegründet, um Magistrat und Politik der Stadt Groß-Umstadt, die Katholische Pfarrgemeinde, die Evangelische Kirchengemeinde, das Evangelische Dekanat Vorderer Odenwald, den Bund Deutscher PfadfinderInnen, die Bürgerstiftung und engagierte Bürgerinnen und Bürger zusammenzubringen mit dem Ziel, die Geschichte und das Gedenken an das jüdische Leben in Groß-Umstadt gemeinsam aufrecht zu erhalten.