Biolandbau und Permakultur

Voller Saal beim Infoabend der Lokalen Agenda 21

(LaDaDi) 150 interessierte Menschen waren am Mittwochabend, 13.11.2019, in den Saal des Pfälzer Schlosses in Groß-Umstadt gekommen. „Biolandbau und Permakultur“ lautete der Titel des Info-Abends, zu dem das lokale Agenda-Büro unter Federführung von Reiner Michaelis eingeladen hatte. Bis auf den letzten Platz gefüllt waren die Stuhlreihen, das Interesse zur Freude aller Beteiligten groß.

Wie sich Gartenbauer und Landwirte auf eine naturverträgliche Wirtschaftsweise umgestellt haben, dass es ökologisch und wirtschaftlich geht und vor allem den „Nährboden“ erhält, der auch weiteren Generationen gesunde Lebensmittel beschert, waren die Kernthemen des Abends. Buchautor und Vorstandsvorsitzender des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) Felix Prinz zu Löwenstein, dessen Familie das Hofgut Habitzheim ökologisch bewirtschaftet, schuf den Kontext mit einem mitreißenden Impuls. Warum eine naturbezogene Kreislaufwirtschaft wichtig ist und wie sie funktioniert, zeigten im Anschluss vier erfolgreiche Umstädter Betriebe und der Forstbeamte Burkhardt Klose aus Michelstadt, der seit 15 Jahren das Kommunal-/Privatwaldrevier Michelstadt betreut. Annette Däschner, Holger Schütz, Bernd Hax und für die Solidarische Landwirtschaft Christian Meier, allesamt lokale Akteure im Biolandbau, haben ihre Wirtschaftsweise umgestellt und zeigten auf, dass Geld verdienen nicht auf Kosten der Natur gehen muss. Alle vier arbeiten mit in der „Ökolandbau Modellregion Süd“.

Die sich anschließenden Fragen und Anregungen zeigten, dass die Zusammenhänge längst im Bewusstsein der Menschen angekommen sind. Die Beispiele von Betrieben und Institutionen in direkter Nähe motivieren umso mehr, die heimische Landwirtschaft zu unterstützen, die dem Klimawandel und dem Artensterben bewusst entgegentreten will. Am Ende des Abends fanden sich 13 Menschen, die nun ein Projekt „Permakultur“ in Groß-Umstadt starten möchten.