Sicherheit für Radfahrer im Raibacher Tal

Im Zuge der Straßenbauarbeiten an der L 3413 oberhalb von Raibach haben Hessen Mobil und die Stadt Groß-Umstadt im November 2019 zwei vom Ortsbeirat Raibach angeregte Maßnahmen umgesetzt: eine durchgezogene Linie im Kurvenbereich an der Knöllenmühle und die Absenkung einer Bordsteinkante am parallel verlaufenden Bürgersteig.

„Solange wir noch immer keinen Radweg haben“, hatte Bürgermeister Joachim Ruppert die Vorschläge unterstützt, „und die Rad fahrenden Kinder auf dem Bürgersteig fahren, wollten wir den zu hohen Bordstein an der Einfahrt zur Reiterhalle absenken, damit niemand an dieser Stolperkante verunglückt. Ergänzend war es uns wichtig, über die beiden Kurven hinweg eine durchgezogene Linie zu bekommen, die ein klares Überholverbot bedeutet - was ausdrücklich allen Radfahrern zu Gute kommen soll. Denn immer wieder werden die hart geschnitten, obwohl ein ausreichender Seitenabstand, ab 2020 sogar eindeutig definiert, von 1,5 m vorgeschrieben ist. Das rasante Überholen gefährdet alle Verkehrsteilnehmer, denn oft ist nicht zu erkennen, ob hinter der nächsten Kurve Gegenverkehr auftaucht. Leider bestehen zwischen den Behörden unterschiedliche Einschätzungen zur Notwendigkeit dieser Maßnahme, daher ist diese zunächst für ein Jahr befristet. Diese Maßnahmen sind zwar punktuell hilfreich, dennoch sollen sie nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in erster Linie weiterhin mit Hessen Mobil in Verhandlung bleiben müssen, damit der lang ersehnte Fahrradweg endlich umgesetzt wird.“

Allerdings sollten auch die radelnden Menschen ihren Teil zur Sicherheit beitragen. Allzu oft sind Jung und Alt in der Dämmerung/Dunkelheit ohne Licht unterwegs, was schlicht lebensgefährlich ist. Ein Helm ist zwar nicht vorgeschrieben, trägt aber unbestritten zur passiven Sicherheit bei. Hier sind also alle Menschen, gleich, ob sie im PKW oder auf dem Rad sitzen, aufgefordert, Vorsicht und Rücksicht zu üben und sich und andere Verkehrsteilnehmer zu respektieren und zu schützen.