Viele Geschäfte geschlossen

Mit der vierten Verordnung des Landes Hessen wurde viele Geschäfte geschlossen, eingeschränkt oder reglementiert. Ziel ist es vermeidbare Kontakte auch tatsächlich zu vermeiden. In weiten Teilen herrscht hier Verständnis und Einsicht. Bei einer solchen Regelung erscheint jedoch das eine oder andere nicht logisch oder Neid aufeinander entsteht. Eine erkennbare Ungerechtigkeit führt vereinzelt zu Missstimmung oder dazu, dass sich einige nicht an die Verordnungen halten. Hier geht es aber um Infektionsschutz und gesellschaftliche Verantwortung. D.h. es droht hier gegebenenfalls weniger ein Bußgeld als tatsächlich strafrechtliche Verfolgung - das sollte jedem bewusst sein.

Täglich werden Telefonkonferenzen zwischen Landrat und Bürgermeistern geführt. Einzelfragen werden erörtert und Entscheidungen werden getroffen. Auch auf Landesebene ändern sich ständig Details. „Dies muss man angesichts der Lage akzeptieren und man muss akzeptieren, dass das Land oder ein Landkreis Festlegungen treffen muss, die im Einzelfall nachteilig und ungerecht wirken“, so Bürgermeister Ruppert. „Aber das Ziel muss jedem klar und bewusst sein. Wer hier nur auf sein Vorteil bedacht handelt und denkt, denkt hier nicht sozial.“

Ständig gibt es Änderungen. Bisher galt, dass beispielsweise Eiscafés, die in der bisherigen Regelung – mit bestimmten Vorgaben wie in der übrigen Gastronomie aktuell gültig – geöffnet bleiben konnten. Vielerorts wurde erkennbar, dass dies nicht funktioniert. Und es sind nicht immer die Cafés selbst sondern auch die Gäste, die sich an Abstandsregeln schlichtweg nicht halten. Es werden genau die Pulks in den Schlangen gebildet, die es zu vermeiden gilt. Kurzum gilt nun hessenweit, dass alle Eisdielen zu schließen sind. Dies wurde spätestens heute, am Donnerstag, allen vor Ort kommuniziert. Alle Betreiber haben sicher keine Freude, aber Verständnis oder gar Zustimmung gezeigt und schließen mit dem heutigen Tag. Dies ist nur ein Beispiel für die laufenden Änderungen.

Eine Dynamik wird es an der ein oder anderen Stelle sicherlich noch geben. Greifen alle Maßnahmen nicht oder suchen sich immer mehr vermeintlich Schlaue „Schlupflöcher“ oder organisieren gar „Corona-Partys“, wird die Krise zunehmen und es werden weitere Schritte nötig sein. „Gelingt es aber, so trägt am Ende jeder einzelne dazu bei, dass die schweren Fälle, die es bereits gibt oder noch kommen, auf eine gute Versorgung setzen können und das Gesundheitssystem nicht heillos überfordert wird“, so der Verwaltungschef.

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