Wie sag ichs meinem Kinde?

Logo: Kita SemdShutdown in der Kita, das ist eine ganz besondere und vor allem ungewohnte Herausforderung für den Träger, die Erzieherinnen, die Kinder und natürlich auch die Eltern. All die Ungewissheiten führten und führen weiterhin auf allen Seiten zur Frage „Wie sag ichs meinem Kinde?“

Zum Glück durften schon nach ein paar Tagen einige Kinder in die Notbetreuung, aber auch das war nicht wie sonst, denn schon beim Ankommen öffnet sich die Tür nur nach Klingeln, eine Erzieherin mit Mundschutz nimmt das Kind auf, begleitet es an die Garderobe und schließlich in die Gruppe. Dann heißt es erstmal Hände waschen, so lange, wie das legendäre „happy birthday“ 2 x gesungen dauert. Kindliche Unbeschwertheit ist wahrlich etwas ganz Anderes.

Und doch, auch an diese eher fremden Vorgänge gewöhnen sich alle Beteiligten nach und nach, es entsteht Routine, und mit Aufmerksamkeit, Empathie und Humor gelingen Alltag und pädagogisches Programm auch so. Schon über Ostern gab es wie jedes Jahr ein Osterfrühstück und der Osterhase war auch da, und für alle Kinder, die zu Hause bleiben mussten, gab es WhatsApp-Nachrichten und Grüße, dankenswerterweise versandt vom Elternbeirat. Natürlich gibt es auch in Semd „vorübergehende“ Besuche, gerne lassen sich alle auf „Smalltalk am Gartenzaun“ ein, man sieht und grüßt sich in der Gewissheit, dass der innere Zusammenhalt besteht und vielleicht sogar gefestigt wird. Auf jeden Fall wird deutlich, man vermisst die Freunde/Freundinnen, gewohnte Rituale - einfach alles was Kita ist! Auf baldiges Wiedersehen.

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