Voraushelfersystem Freiwillige Feuerwehr Groß-Umstadt

Seit dem Jahr 2005 nehmen die Freiwilligen Feuerwehren Heubach, Kleestadt und Wiebelsbach am sogenannten Voraushelfersystem teil. Sie überbrücken bei vielen medizinischen Notfällen den sogenannten „therapiefreien Intervall“, die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes mit ersten medizinischen Sofortmaßnahmen. Eine zusätzliche Aufgabe, die von den drei Feuerwehren und ihren Einsatzkräften freiwillig übernommen wird. Die hierfür entstehenden Kosten werden von den Feuerwehrvereinen und durch zweckgebundene Spenden finanziert. Das Voraushelfersystem hat sich schon mehrfach bewährt, der Dank gilt dem gut ausgebildeten und motivierten Personal, welches Jahr für Jahr zusätzliche Ausbildungsstunden auf sich nimmt.

Doch auch hier ist in Zeiten der Corona-Pandemie nichts wie vorher und so wurde bereits am 13. März die Alarmierung der Voraushelfereinheiten im Landkreis Darmstadt-Dieburg ausgesetzt. Diese Maßnahme erfolgte, um die Einsatzkräfte zu schützen und ein Infektionsrisiko zu minimieren, damit sie für ihre Aufgabe im Bereich Brandschutz und Allgemeine Hilfe zur Verfügung stehen.

Die aktuelle Lage lässt nun an vielen Stellen Lockerungen zu. Seitens des Landkreises wurde die Alarmierung der Voraushelfersysteme zum 16. Mai wieder freigegeben. Die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Groß-Umstadt hat jedoch entschieden, diese bis zum Ende der Sommerferien weiterhin auszusetzen. Bis dahin soll die Zeit genutzt werden, um die Lage der Pandemie weiter zu bewerten und notwendiges Schutzmaterial für die Voraushelfergruppen zu beschaffen. Auch sollen der Umgang mit der besonderen Situation und neue Hygienestandards im Einsatzfall geschult werden. Diese Maßnahme ist notwendig, damit die Einsatzkräfte nicht Gefahr laufen, sich im Zuge eines Voraushelfereinsatzes anzustecken und weiterhin für den gesetzlichen Auftrag der Feuerwehr zur Verfügung zu stehen.

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