Gehweg ist Gehweg - Autos gehören auf die Straße

Nicht nur beim Fahren, auch wenn sie abgestellt werden, gehören Autos komplett auf die Straße und NICHT auf Bürgersteige und Radwege (s. Foto rechts) - auch wenn die oft abgesenkten Bordsteine förmlich dazu einladen.

Immer wieder gehen Hinweise - aktuell auch vom Ortsbeirat Wiebelsbach - bei der Stadtverwaltung ein, dass ganz ungeniert und scheinbar selbstverständlich möglichst breit auf Geh- und Radwegen geparkt wird. Vermutlich, weil dann der motorisierte Verkehr ungehindert fließen kann. Welch ein Irrtum! Denn wer aus seinem Wagen aussteigt und evtl. mit Rollator, Kinderwagen, Kinderfahrrad, als Schüler auf ausgewiesenen Schulwegen unterwegs ist oder sich auf dem Gehweg einfach nur sicher fühlen will, gerät mitunter in erhebliche Gefahr - und kommt oft nicht mal mit einem Regenschirm an abgestellten Autos vorbei.

Immer wieder hört man von den Fußgängern Kommentare wie „Die müssen mit dem Auto auch bis vor die Tür fahren …“, oder: „Man kann doch vom Parkplatz aus mal ein paar Schritte laufen …“. Viele tun das ja auch, aber viel zu viele eben nicht. Letztere scheinen nicht zu verstehen, dass sie ihr Auto aus dem dafür vorgesehenen Verkehrsraum herausnehmen (Autos gehören nunmal auf die Straße) und den Platz der Schwächeren belegen und sich damit mehr als rücksichtslos verhalten - auch wenn sie nur teilweise und halb auf dem Bürgersteig stehen.

Das Parken auf Gehwegen ist grundsätzlich verboten, außer es gibt eine „erlaubende Beschilderung“, wie etwa in der Carlo-Mierendorff-Straße, wo der Gehweg breit genug ist, um halb auf der Straße und halb auf dem Gehweg stehen zu können. Dazu kommt noch, dass die Bürgersteige nicht so ausgebaut sind, um die Last schwerer Fahrzeuge tragen zu können, sie gehen also durch Befahren schneller kaputt.

Für das unrechtmäßige Parken auf dem Geh-/Radweg ist eine Strafe fällig. Das Bußgeld beträgt 20 Euro (geplant 55 Euro). Wenn das Parken auf dem Gehweg mit einer Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer einhergeht, kann die Geldbuße jedoch auf 30 Euro (geplant 70 Euro) erhöht werden.

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