Reflektiert und zufrieden

Corona und insbesondere der Lockdown bedeuteten und bedeuten bis heute harte Einschnitte in den Alltag und in das soziale Miteinander. Das betraf natürlich auch das Jugendzentrum der Stadt Groß-Umstadt, das zunächst geschlossen wurde und dann als eines der ersten im Landkreis Darmstadt-Dieburg mit ausgefeiltem Hygienekonzept wieder öffnete. Das war am 25.05.2020. Inzwischen sind 3 Monate verstrichen, und alle, das Team und die Jugendlichen, haben einen guten Weg gefunden, mit der andauernden, ungewöhnlichen Situation umzugehen.

Die Kinder und Jugendlichen, die das Jugendzentrum aufsuchen, sind in der Regel zwischen 10 und 18 Jahren alt. Deren Verhalten in und mit der Pandemie ist heterogen wie die Jugend selbst. Einige kommen relativ gut klar, anderen hingegen fällt der Umgang mit den Hygieneregeln schwer. Allen gemeinsam ist, dass sie die soziale und physische Nähe Gleichaltriger suchen - was völlig normal, allerdings in Zeiten von Covid 19 eher schwierig ist.

Nun ist es eine originäre Aufgabe der Kinder- und Jugendförderung, pädagogisch zu arbeiten, aufzuklären und Einsichten zu befördern. Denn in den Räumen der Einrichtung besteht die Pflicht zum Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, weil Abstände nicht immer eingehalten werden können; so verlangen es das Hessische Ministerium für Soziales und Integration und das Robert Koch Institut. Wer sich das unterschiedliche Verhalten in der Erwachsenenwelt anschaut, das zwischen Akzeptanz und Ignoranz liegt, darf sich nicht wundern, wenn junge Menschen in ihrer Spontaneität nicht immer dran denken, dass da was ist, irgendwie weit weg und eher abstrakt; aber sehr wohl existent als Gefahr für jeden selbst, die Peergroup, die Geschwister aber auch für die Eltern/Großeltern. Damit umzugehen, die Jugendlichen zu beaufsichtigen und zu erinnern, zu ermuntern und ermahnen, das ist täglicher Auftrag und - da ist sich das Betreuerteam einig - nach 3-monatiger intensiver Erfahrung - notwendiges, nützliches und erfolgreiches Tun.

Das Konzept der Kinder- und Jugendförderung sieht vor, die Jugendlichen in dieser ungewohnten Lage zu unterstützen und sie auf diesem ungeliebten Weg zu begleiten. Denn Freiheit bedeutet auch Verantwortung und Rücksichtnahme. Die Besucher des JUZ sind also gut aufgehoben, an einem sichern und beaufsichtigen Platz. Das JUZ in der Hanna-Kirchner-Str. 5 hat jeweils am Mo., Mi., Fr. von 15:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, die Stadtteiltreffs bleiben zunächst geschlossen. Die Eltern dürfen sich auf sorgfältige Betreuung und Aufsicht verlassen, und wenn Sie dennoch Fragen haben, bitte 06078 74456 anrufen oder E-Mail schreiben an: juz@gross-umstadt.de.