Vermietung öffentlicher Räume für Privatfeierlichkeiten

Der Magistrat der Stadt Groß-Umstadt hat in seiner letzten Sitzung festgelegt, die städtischen Hallen und Säle bis auf Weiteres nicht für private Feiern zu vermieten. Die aktuelle Entwicklung der Infektionszahlen und die Vorgaben aus Berlin und den Bundesländern machen diese Entscheidung notwendig. Bürgermeister Joachim Ruppert dazu: „Bei erlaubter Vereinsarbeit und Kulturveranstaltungen haben wir kalkulier- und steuerbare Teilnehmerzahlen und Hygienekonzepte, bei privaten Feiern wissen wir nicht, wer wirklich kommt und ob alle Regeln eingehalten werden. Zumal durch höheren Raumbedarf von Vereinsaktivitäten und Gremienveranstaltungen alle weiteren Nutzer größere Räume benötigen und damit der Druck auf den verfügbaren Platz ohnehin hoch ist.“

„Mit entscheidend ist aber die bei einer Privatvermietung verbundene Forderung, dass die Stadt dann als Vermieter auch kontrollieren müsse. Dafür stehen definitiv keine Ressourcen zur Verfügung“, so der Verwaltungschef weiter. Auch bei der Anmietung von Vereinen gibt es immer wieder Irritationen, da manche einfach 250 Personen anmelden, weil das die absolute Grenze ist, ab der besonderer Genehmigungsbedarf durch die Gesundheitsämter besteht. In der Regel bieten Räume unter Einhaltung der AHA-Regeln aber nur Platz für deutlich weniger Personen. Die Raumgröße ist also das bestimmende Moment und nicht die genannte Obergrenze.

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