Kulturprogramm

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Gedenken zum 9. November

Der 09. November ist in mehrfacher Hinsicht ein markantes deutsches Datum: 1918 ruft Phillip Scheidemann an diesem Tag die Deutsche Republik aus, 1923 scheitert der „Hitlerputsch“ und 1989 fällt die Berliner Mauer. Für den Runden Tisch „Jüdisches Leben in Groß-Umstadt“ ist aber der 09.11.1938 Anlass, an der jüdischen Gedenkstätte vor dem Darmstädter Schloss zu einer Gedenkstunde einzuladen, denn an diesem Tag, der Pogromnacht, brannten die Synagogen in ganz Deutschland.

Allerdings ist in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht an eine Veranstaltung mit mehr als 100 Interessierten zu denken, weshalb die Gruppe entschieden hat, einige wenige Vorbereitungen zu treffen, die auch einem individuellen Gedenken Raum und Gelegenheit bieten. Zwischen 18:00 und 20:00 Uhr wird die Gedenkstätte am Darmstädter Schloss illuminiert sein, und statt feierlicher Ansprachen wird ein Banner zum Nachdenken anregen.

Wer möchte, kann den ursprünglich geplanten Rundweg durch die Innenstadt gehen: Vorbei am einstigen Standort der Synagoge ´In der Fahrt´, durch die ´Brunnengasse´ zum ´Judengässchen´, entlang der ehemaligen Stadtmauer (s. jeweils die Infotafeln des Stadtrundgangs). Als 4. Station war auf dem Marktplatz eine Performance von Bianca Höppner geplant, ein 15-minütiges Kunstprojekt mit dem Titel „Kinderschuhe“, wobei die Kinderschuhe symbolisch für die Transporte in die Vernichtungslager stehen. Der BDP wird an den in der Stadt verlegten Stolpersteinen Kerzen aufstellen, sie dienen auf besondere Weise der Erinnerungskultur.

Der Runde Tisch hat sich 2009 gegründet, um Magistrat und Politik der Stadt Groß-Umstadt, die Katholische Pfarrgemeinde, die Evangelische Kirchengemeinde, das Evangelische Dekanat Vorderer Odenwald, den Bund Deutscher PfadfinderInnen, die Bürgerstiftung und engagierte Bürgerinnen und Bürger zusammenzubringen mit dem Ziel, die Geschichte und das Gedenken an das jüdische Leben in Groß-Umstadt gemeinsam aufrecht zu erhalten.