Biet-Jungfer im Schaumbad

Der Groß-Umstädter Marktbrunnen, üblicherweise „Biet“ genannt, präsentierte sich am 09.11. „überschäumend“, weil irgendwelche Scherzbolde vermutlich Spüli oder ein vergleichbares Mittel in den Trog geschüttet und der Bietjungfer ein Schaumbad bereitet hatten. Das entlockte so manchem Frühaufsteher ein freundliches Schmunzeln - und sogar die Mitarbeiter des Baubetriebshofes, die mehrere Stunden aufwenden mussten, um das Wasserkreislaufsystem wieder schaumfrei zu bekommen, gingen augenzwinkernd an die Arbeit.

Was vordergründig spaßig daherkommt ist allerdings nicht so ganz unproblematisch, denn das gesamte Umlaufsystem und die Pumpe mussten gereinigt und durchgespült werden, um zu verhindern, dass die Technik verklebt und die Pumpe immer wieder neuen Schaum produziert. Also leerlaufen lassen, auswaschen, auffüllen und nochmals leerlaufen lassen … ein bisschen wie bei der Waschmaschine …

Am 08.10.2020 war schon der Theodor-Heuß-Brunnen am Joëlle-Ritter-Platz ebenfalls eingeschäumt worden, die ganze Prozedur war also auch damals schon nötig. Viele Stunden „unnötiger“ Arbeit für die städtischen Mitarbeiter, die in der Zeit eigentlich ganz was Anderes hätten tun sollen bzw. müssen. Nun plätschert im Brunnen wieder reines Wasser und das soll - liebe Schaumschläger! - auch im Winter so bleiben, außer alles droht einzufrieren.