Kulturprogramm

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FAQ zu den Wasser- und Abwassergebühren und Zählern

Rund um die Anpassungen der Wasser- und Abwassergebühren und die Einführung neuer Zählertechnik entstehen viele Fragen. Da die Kollegen, die sicher gerne Fragen auch beantworten, derzeit in vielen Projekt sind, möchten wir hier die häufigsten Fragen darstellen und erhoffen, dass sich der eine oder andere Anruf erübrigt.

Frage: Was bringen die neuen digitalen Wasserzähler?

Antwort: Die digitalen Wasserzähler, die im 1. Halbjahr in allen Haushalten von Groß-Umstadt eingebaut werden, sind im Zuge der Modernisierung und Digitalisierung in den Verwaltungen - Stichwort eGovernment - eine wichtige Maßnahme. Der hohe Administrationsaufwand etwa durch die Wasserablesekarten und die händische Dateneingabe wird reduziert, die Abrechnung wird für Betreiber und Kunden sicherer, die Zähler sind genauer und helfen vor allem, immer wieder auftretende Wasserverluste im Netz effizient zu orten und im eigenen Haus auch besser zu erkennen. Damit sinken nicht nur die Wasserverluste (wertvolle Ressource), sondern auch der Preis. Die Laufzeit der Zähler wird mindestens verdoppelt, was einen erneuten Wechsel erst nach frühestens 12 Jahren statt bisher nach 6 Jahren notwendig macht und mittelfristig wieder Kosten und den Materialverbrauch senkt.

Frage: Stellen die Funkwasserzähler eine Funkbelastung dar oder eine Datenschutzrisiko?

Antwort: Diese Fragen können mit Nein beantwortet werden. Nach Expertisen ist diese Funkbelastung keinesfalls gesundheitsschädlich. Der Frequenzbereich ist auch ein anderer als die höheren Frequenzen beim Mobilfunk oder dem zukünftigen 5G-Netz. Grob dargestellt entspricht ein 15-jähriger Betrieb einer Zählereinheit, die sich in der Regel ja nicht neben den Nutzern befindet, einem halbstündigen Handytelefonat. Auch das Thema Datenschutz ist vorab geklärt. Die Ausschreibung und das Produkt wurden nach Festlegung einer abgestimmten Stellungnahme der hessischen Kommunalverbände mit dem hessischen Datenschutzbeauftragten ausgewählt. Eine häufige Detailfrage ist, ob die Funkzähler programmiert werden können: Nein, sie können nur in eine Richtung ausgelesen und nicht gesteuert werden. Ausgelesen werden darf und wird nur zur jährlichen Ablesung und im Falle von schwer feststellbaren Wasserverlusten im Netz zur Ortung.

Frage: Steigen die Grundgebühren wegen der neuen digitalen Wasserzähler?

Antwort: Die Grundgebühren steigen nicht wegen der digitalen Wasserzähler. In der Wasserversorgung werden derzeit umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen wie z.B. der Bau der Trinkwasseraufbereitungsanlage, der Neubau des Trinkwasserbehälters in Dorndiel, der Erweiterungsbau des Hochbehälters Eselsberg sowie Instandhaltungsmaßnahmen im Wasserversorgungsnetz umgesetzt. Diese Maßnahmen werden in den nächsten fünf Jahren abgeschlossen und sind somit in der Gebührenkalkulation 2021-2025 enthalten. Laut Empfehlung der leitenden, deutschen Wasserverbände, soll ein Großteil der Fixkosten, wie diese überwiegend bei Investitionsmaßnahmen anfallen, über die Grundgebühr abgedeckt werden. In Groß-Umstadt werden ab 2021 rund 40% der Fixkosten über die Grundgebühr abgedeckt. Rechtliche Grundlage hierfür ist die von der Stadtverordnetenversammlung beschlossene Wasserversorgungssatzung. Auch andere Versorger wie der benachbarte ZVG sind diesen Schritt gegangen und haben teilweise auch höhere Grundgebühren als Groß-Umstadt.

Frage: Warum werden Grundgebühren für die Nebenzähler erhoben?

Antwort: Es gibt nicht sehr viele Nebenzähler und bisher wurde diese Leistung nicht berechnet. Sie verursachte schon immer Aufwand und Kosten, was den Bürgern gegenüber ungerecht ist, die keinen Nebenzähler haben. Hier gilt ab diesem Jahr eine faire Berechnung für Nebenzähler in Höhe von 50% der Grundgebühr des kleinsten Hauptwasserzählers. Die neue Gebühr deckt gleichzeitig die Kosten für die Beschaffung der Nebenzähler, den Einbau und den Wechsel nach Ablauf der Eichung. Das hatten bisher die Nutzer selbst zu finanzieren.

Frage: Auf welcher Grundlage tätigt die Stadt diese Investitionsmaßnahmen wie die neue Trinkwasseraufbereitungsanlage zu bauen und die damit verbundenen Kosten?

Antwort: Alle Investitionsmaßnahmen werden durch die von den Bürgern gewählten, politischen Vertreter beraten und in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Das was getan werden muss orientiert sich an dem Wasserbedarf, dem Renovierungsbedarf und auch ständig steigenden qualitativen sinnvollen Forderungen zur Verbesserung der Qualität von Trinkwasser und Abwasserreinigung.

Zusammenfassung:

  • Die Grundgebühren steigen, da die Fixkosten (Anlagen und Betrieb) aufgrund umfangreicher Investitionen ebenfalls steigen. Dazu gehören auch die Zähler, aber im Verhältnis zu anderen Investitionen nur zu einem kleineren Teil.
  • Im Gegenzug sinkt der Wasserpreis von 2,07 € auf 1,84 € pro Kubikmeter
  • Auch der Abwasserpreis sinkt von 2,60 € auf 2,07 €
  • Leider verweisen manche nur auf den Grundpreis und lassen die Einsparungenm an den anderen Stellen (Wasser-, Abwasserpreise) außen vor. Das ist falsch.
  • Alle Investitionsmaßnahmen dienen der Verbesserung der Trinkwasserqualität, der Infrastruktur sowie der Erhöhung des Speichervolumens, um auch in trockenen Jahren den Tagesspitzenbedarf abdecken zu können.

Da die Mitarbeiter immer wieder im Außendienst unterwegs sind, können Fragen per Mail an wasserwerk@gross-umstadt.de oder bmatthess@stawe-gross-umstadt.de gestellt werden.