Weinherbst in Umstadt in der Nachlese

Das „Nicht-Winzerfest“ in diesem Jahr, der Weinherbst, ist zu Ende gegangen. Es war und sollte ein Angebot sein, trotz Pandemie, Orte des Miteinanders, der Ausgelassenheit und zur Pflege unserer Weinkultur zu schaffen. Zunächst gilt der Dank der Gruppe aus der Herbstmarktkommission, die sich überhaupt dieser Aufgabe gestellt hat. Hier waren Vertreterinnen und Vertreter aus dem Weinbau, Standbetrieben, Verwaltung und Politik vertreten. Es war durchaus ein Auf und Ab mit Blick auf die pandemische Lage. Als die Zahlen hochgingen, standen sogar kleinere Angebote auf der Kippe. Das Hauptaugenmerk der Stadt lag hier auf klaren Regeln und Sicherheit für die Besucherinnen und Besucher. Zu diesen Angeboten gesellten sich dann nach und nach weitere – private – Angebote. Erkennbar war, dass die Angebote mit Zugangslimit und Vorbuchung dann weniger gut genutzt wurden als das offene Angebot an Gastronomie oder die Veranstaltungen ohne Vorbuchung. Ziel war es, überhaupt Angebote am dritten Septemberwochenende zu machen, wenn auch in einem reduzierten Rahmen. Dies gelang, trotz mancher Improvisation und Unsicherheit. Dafür bedankt sich Bürgermeister Joachim Ruppert im Namen der ganzen Stadt bei allen Beteiligten. Der Bauhof hat die Stadt zeitnah gereinigt, Ordnungskräfte haben Präsenz gezeigt und Veranstaltende und Gäste hielten sich an die Vorgaben und Regeln zur Vorsicht und es gab keine nennenswerten Vorkommnisse. Auch wenn einige das Ticketing weniger gut fanden, haben sich die Vereine und Winzereien größte Mühe gegeben, unter diesen Bedingungen einen schönen Weinherbst zu veranstalten. In der ersten Resonanz gab es vereinzelt auch den Hinweis, dass man das ganz große Fest mit sechsstelliger Besucherzahl und Dauergedränge nicht vermisst habe.
Auch der Krönungsabend fiel etwas anders aus als sonst. So konnten die Weinhoheiten Michelle I., Ilka und Deborah nur vor geladenen Gästen in ihr Amt eingeführt werden. Ihnen wünscht der Bürgermeister eine schöne Amtszeit, in der sie wieder persönlich an zahlreichen Terminen teilnehmen können.
Trotzdem hoffen alle, dass im nächsten Jahr wieder ein unbekümmertes Winzerfest mit Umzug und ohne Ticketing oder Sondermaßnahmen möglich ist.

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