Fairtrade-Stadt

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374. Fairtrade-Stadt in Deutschland.

 

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Kriterien für den Titel "Fairtrade-Stadt"

Fairtrade-Partner in Groß-Umstadt

Papst Franziskus´ "Spontane Enzyklika zu Armut und Umwelt"

 

Faire Fußbälle für Richer Kicker

Am Dienstag, 29.09.2020, gab es beim TSV 08 Richen eine schöne Überraschung: Herr Karl-Ludwig Scharnweber hatte 20 Fairtrade-Fußbälle beschafft - ein tolles Geschenk für die C-Jugend im Jugend-Förderverein. Auf Anfrage der Stadt, die seit fünf Jahren den Titel Fairtrade-Stadt trägt, hatte sich der ortsansässige Malermeister sofort bereit erklärt, dieses Sponsoring im Rahmen der fairen Woche 2020 zu übernehmen und 20 Bälle im Wert von 450,00 € zu kaufen.

Bei leichtem Nieselregen fand die Übergabe unter dem Freisitz am Sportplatz statt, mit dabei waren v.l.n.r. Erster Stadtrat Alois Macht, der Spender, Malermeister Karl Scharnweber, Wolrad Claudy, der 1. Vorsitzende des TSV Richen, und im Hintergrund die Jugendmannschaft JFV 2016 Groß-Umstadt (gemeinsame Jugend fast aller Umstädter Vereine) mit Trainern und Betreuern.

Wie Alois Macht in seiner kleinen Ansprache deutlich machte, passe dieses Geschenk perfekt ins nachhaltige Bild der Stadt, die Faitrade an vielen Stellen aktiv lebe. „Diese Ballspende ist bereits die fünfte, und wir sind stolz darauf, dass Sponsoren auf diese Weise Gutes tun - für die Familien in den Herstellerländern - ohne Kinderarbeit und Umweltverschmutzung - und für die jungen Menschen hier, die Fairness nicht nur auf dem Fußballplatz, sondern auch im weltweiten Handel verstehen und schätzen lernen. Für die Spender ist der aufzuwendende Geldbetrag erschwinglich - und allemal nachhaltiger angelegt als für andere Werbemaßnahmen. Für die Stadt sind gerade solche Initiativen eine wertvolle Referenz. Ich danke dem Spender und wünsche den Sportlern stets Fairplay und viele Tore.“

Karl Scharnweber selbst fand es selbstverständlich, die Spendenanfrage sofort anzunehmen: „Ich habe unsere Vereine schon mehrfach unterstützt und ich weiß, was es bedeutet, gemeinsam und in diesem Sinne auch fair miteinander umzugehen. Hier haben wir es mit einer 4-fachen Win-Win-Situation zu tun: Die Jugendlichen bekommen die dringend benötigten Bälle, die Produzenten erhalten einen fairen Lohn, die Stadt stärkt ihren Fairtrade-Status und ich kann zeigen, wofür meine Handwerksbetrieb steht: Qualität und Fairness.“

Eingeleitet vom sportlichen Applaus für diese Spende, bedankte sich auch der 1. Vorsitzende, Wolrad Claudy, für die Bälle, und erinnerte an Zeiten, in denen für 2 Mannschaften nur 5 Bälle verfügbar waren. „Heute schätzen wir uns glücklich, dass wir insgesamt über 100 Bälle haben und somit jeder Spieler viel Zeit mit dem Spielgerät verbringen kann. Wir gehen davon aus, dass die hochwertigen Bälle, die wir nun bekommen, ca. 2 Trainingsjahre halten, und wir damit sehr gut versorgt sind.“

Egal wo auf der Welt Fußball, Volleyball, Basketball oder Rugby gespielt wird, die meisten Menschen wissen nichts über den Hauptdarsteller jedes Spiels - den Ball. Diese sind zumeist handgemacht, oft von Leuten mit langen Arbeitszeiten und schlechten -bedingungen. Handgefertigte Fußbälle werden überwiegend in Pakistan produziert. Ungefähr 40 Millionen, zu Weltmeisterschaften bis zu 60 Millionen, werden in der ärmlichen Region Sialkot, im Norden des Landes, hergestellt. Insgesamt sind ca. 40.000 Menschen in Pakistan in der Fußballindustrie tätig. Näherinnen und Näher werden nicht pro Stunde, sondern pro Ball bezahlt. Unbezahlte Überstunden sind an der Tagesordnung und die Gehälter liegen meist weit unter den gesetzlichen Mindestlöhnen. Um von der Fußballproduktion leben zu können, arbeiten viele Näher das Wochenende durch - bis zu 12 Stunden pro Tag. Aus Armut werden die Eltern gezwungen, auch ihre Kinder arbeiten zu lassen, um das Familien-Einkommen zu steigern. Kinderarbeit in der Fertigung von handgemachten Sportbällen ist verbreitet, durch mangelnde Schulbildung ist der Weg aus der Armut schwer. Es gibt also viele gute Gründe, warum FAIRTRADE den Unterschied macht …

Bisher haben sich engagiert:

2015 Winfried Breul: 17 Fairtrade-Handbälle für die TV-Jugend

2016 Michael Goll und Mirko Janovich: 14 Fairtrade-Fußbälle für den Jugendförderverein Fußball

2018 KFZ Lemmerz: 20 Fairtrade-Fußbälle für die Soccer Girls

2019 FRENGER SYSTEMEN BV: 20 Fairtrade-Fußbälle für die Sportverein und Turnverein Heubach

 

Faire Fußbälle für Heubacher Sportvereine

Am Donnerstag, 26.09.2019, gab es für die beiden Heubacher Sportvereine eine schöne Überraschung: Herr Dr. Klaus Menge von der Fa. FRENGER SYSTEMEN BV in Heubach hatte 20 Fairtrade-Fußbälle beschafft - ein tolles Geschenk für die Fußballer des Sportvereins und die Ballkünstler des Turnvereins. Auf Anfrage der Stadt, die seit vier Jahren den Titel Fairtrade-Stadt trägt, hatte sich der Geschäftsführer sofort bereit erklärt, dieses Sponsoring im Rahmen der fairen Woche 2019 zu übernehmen.

Bei leichtem Nieselregen fand die Übergabe in den Geschäftsräumen statt, mit dabei waren v.l.n.r. Bürgermeister Joachim Ruppert, Gerhard Amend, Karl Ries (beide TV Heubach), Dr. Klaus Menge (Geschäftsführer FRENGER SYSTEMEN), hinten: Jens Koslowski (Jugendtrainer), Stefan Menge (Geschäftsführer FRENGER SYSTEMEN), Evi Emich (Vorstand SV Heubach), Sergio Fernandes (Jugendtrainier) und im Vordergrund Zoe, Bela und Sarah.

 

Faire Fußbälle für SOCCERGIRLS

Am Samstag, 29.09.2018, gab es für die SOCCERGIRLS vom JFV Groß-Umstadt kurz vor ihrem Punktspiel eine schöne Überraschung: Herr Lars Schiwek von der KFZ-Werkstatt Lemmerz in Groß-Umstadt hatte 20 Fairtrade-Fußbälle mitgebracht - ein tolles Geschenk für die Fußballerinnen. Auf Anfrage der Stadt, die seit drei Jahren den Titel Fairtrade-Stadt trägt, hatte sich der Inhaber, Pierre Lemmerz, sofort bereit erklärt, dieses Sponsoring zu übernehmen.

Erster Stadtrat Alois Macht (li.), Rolf Lochmann, 1. Vorsitzender des Jugendfördervereins 3.v.l.), und Trainer Michael Hartl (4.v.l.) waren gerne dabei und freuten sich mit den Mädels über die außergewöhnliche Spende.

 

14 Fairtrade-Fußbälle für Jugendmannschaften

Ein starkes Zeichen in Sachen „Fairness“ setzten am 12.11.2016 zwei Sponsoren, die dem neu gegründeten Fußball-Jugendförderverein Groß-Umstadt 14 fair produzierte und gehandelte Fußbälle spendieren. Zur feierlichen Übergabe im Beisein von Bürgermeister Joachim Ruppert auf dem Marktplatz waren der Vorsitzende des neuen JFV, Herr Rolf Lochmann und die beiden Sponsoren Michael Goll und Frau Janovic sowie viele Jugendliche gekommen.

 

Auszeichnungsfeier am 31.10.2015 in der Säulenhalle des Renaissance-Rathauses.

Fairer Handel ist für die vielen Kleinbauern und Produzenten in sogenannten Billiglohnländern ganz wichtig, denn mit dem „Mehrpreis“, den wir bezahlen, werden Arbeitsschutz, Krankenversicherung oder Bildung finanziert oder die oft notwendige Kinderarbeit wenigstens soweit reduziert, dass ein paar Jahr Schulbesuch möglich werden.

Ziel und Absicht dieses Stadt-Titels ist es, die Idee möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen und zu vermitteln, dass Fairness nicht am Rande des Fußballplatzes aufhört, sondern die globale Wirtschaft und die Lebensmittelproduktion in vielerlei Hinsicht ungerecht und unfair abläuft. Im Abspann des Filmes Food Inc. steht der lapidare Satz: „Sie haben drei Mal am Tag die Entscheidung“ (… was Sie essen).

 

Fairtrade-Handbälle für Jugendmannschaft

Ein weiteres Zeichen in Sachen „Fairness“ setzten engagierte Menschen in Groß-Umstadt am Donnerstag, den 16.07.2015. Winfried Breul, ein Umstädter „Spezialist für Immobilien und Finanzierung“, hat der Handball-Jugend der JSG Groß Umstadt/Habitzheim im TV 1878 Groß-Umstadt e.V. 17 ERIMA Fair-Trade-Bälle im Wert von 250,- € gespendet. Die männliche C-Jugend hatte mit Saisonende den Aufstieg in die hessische Oberliga perfekt gemacht.

Bürgermeister Joachim Ruppert war es ein wichtiges Anliegen, bei der Übergabe dabei zu sein und Winfried Breul zu danken - denn jede Initiative, insbesondere für und mit Jugendlichen, sei wichtig und richtig für ein faires Weltverständnis. Auch der TV-Vorsitzende Albert Welter und Jugendleiter Thomas Wallner waren dabei und zeigten sich hocherfreut über diese besondere Aktion - die, so waren sich alle einig, hoffentlich viele engagierte Nachahmer findet.

 

"Es ist genug da. Für alle"

Autorenlesung mit Felix zu Löwenstein im Zeichen der Nachhaltigkeit

„Es ist genug da. Für alle.“ Diesen Titel trägt das neueste Buch des Agrarwissenschaftlers und Biolandwirts Felix zu Löwenstein, das der Autor am 01. Juli im Pfälzer Schloss vorstellte. Vor mehr als hundert interessierten Gästen, darunter viele Jüngere, erläuterte der Bewirtschafter eines großen Hofgutes in Habitzheim, der für eine grundlegende Ökologisierung der gesamten Landwirtschaft plädiert, seine Thesen und was getan werden müsste, um Landwirtschaft und Ernährung so zu gestalten, "dass sie auf Dauer und für alle Menschen diese Planeten ihre Aufgabe in gerechter Weise erfüllen können". Nicht Produktivität, sondern Effektivität ist der Schlüssel zur globalen Ernährungssicherung, heißt es im Buch unter anderem und: Die industrielle Landwirtschaft wird auf Dauer nicht funktionieren. Es gibt eine ökologische Alternative, sagt Löwenstein, mit deren Hilfe sich alle Menschen auf diesem Planeten ausreichend ernähren könnten - auch die, die in den nächsten Jahrzehnten noch hinzu kommen werden. "Wenn wir den Hunger bekämpfen, nicht die Natur."

Unterdessen haben auf Anregung der Ehrenamtsagentur erste Gespräche zur Gründung eines "Weltladens" in Groß-Umstadt stattgefunden. Dazu wurde auch ein Fragebogen an dem Abend verteilt, in dem ein Meinungsbild und potentielle ehrenamtliche HeIfer in einem solchen Weltladen erfragt werden sollen.

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