Kulturprogramm

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RI Projekte & Aktionen

Brandschutzwoche 2021

Endlich war es wieder soweit vom 17.11. bis 24.11.2021 fand unsere diesjährige Brandschutzwoche statt.

Die Kinder erlebten das Element Feuer in vielen Facetten, das Thema Brandschutz war interessant, faszinierend und zugleich lernten sie, dass Feuer auch gefährlich ist und wie wir uns verhalten müssen, wenn es brennt. Darum war ein besonderer Baustein im Rahmen des Projektes, der Besuch bei der Richer Feuerwehr, (natürlich unter Berücksichtigung aller Hygienemaßnahmen und 2-G Regeln). Feuerwehrmann Tom Hagedorn von der Richer Feuerwehr, zeigte uns seine Feuerwehrausrüstung, die Feuerwehrautos, er führte spannende Experimente vor und zum Schluss durften wir alle mit einem echten Feuerwehrschlauch spritzen. Nach diesem spannenden Tag bei der Richer Feuerwehr, gab es für alle Kinder noch eine tolle Urkunde.

Jetzt waren die Kinder gut vorbereitet für unsere Brandschutzübung in der Kita. Als der Hausalarm ertönte, begaben sich alle Erzieher und Kinder ruhig und zügig durch den Notausgang nach draußen zu unserem Aufstellplatz. Dass der Alarm sehr laut war, blieb den Kindern noch lange in Erinnerung. Mit unserem Fingerspiel „1 1 2 und Hilfe eilt herbei" konnten die Kinder spielerisch den Notruf erlernen.
Mit unseren zukünftigen Schulkindern haben wir eine Feuerwehr Rallye organisiert, bei der die Kinder verschiedene Aufgaben zu bewältigen hatten. Rund um das Thema Brandschutz und Feuerwehr wurde in der Woche gebastelt, gemalt, gesungen (natürlich mit offenen Fenstern Corona konform) und ein Fingerspiel gelernt.

Auch die Bewegungsstunde wurde zum Thema Feuer und Brandschutz geplant und umgesetzt. Die Kinder konnten wie Feuerwehrmänner und -frauen durch "brennende" Häuser krabbeln und einen "heißen" Feuerball schnell von einem zum anderen Kind werfen.
Ein weiterer Höhepunkt war eine eigene Feuerwehrzentrale im Gruppenraum, die Kinder überlegten eigenverantwortlich, was alles zu ihrer Leitstelle gehört. Es wurde gemalt, Kartons ausgeschnitten und gebaut. Ein Computer, ein Telefon, ein Löschschlauch, Kostüme und ein brennendes Haus wurden aus Karton von den Kindern gestaltet.
Dadurch, dass uns Partizipation in unserer pädagogischen Arbeit sehr wichtig ist, haben wir für das Projekt "Brandschutz" den Schwerpunkt auf die Mitbestimmung und Mitgestaltung der Kinder gelegt. Besonders sichtbar wurde dieser Schwerpunkt, während der Gestaltung der Leitstelle. Von Klein bis Groß, haben alle Kinder gemeinsam im Team gearbeitet und das Thema Brandschutz gelebt und viel im Freispiel thematisiert.

Ein besonderer Dank gilt der Richter Feuerwehr, Tom Hagedorn und Jonas Metz für den lehrreichen und spannenden Tag.

 

Waldtage im Kindergarten Richen

Vom 7. Juni bis zum 18. Juni standen unsere beiden Waldwochen wieder auf dem Programm. Wir waren rund um den „Naturtreff Rödelshäuschen“ unterwegs. Die beiden Waldwochen standen unter dem Thema „Alles was sich bewegt“.

„Die Vögel zwitscherten, die Sonne begann, die Morgenluft zu wärmen und es roch nach Waldboden.“

Um die Sinneswahrnehmung, Achtsamkeit und Naturerfahrung der Kinder zu stärken, wurden der Wald und seine Bewohner jeden Morgen in Form eines Rituals begrüßt.

In der ersten Woche hatten die Kinder die Möglichkeit, sich an die Umgebung zu gewöhnen, neues zu entdecken und die Natur zu erforschen. In dieser Zeit konnten wir beobachten, dass die Kinder sich intensiv mit dem Thema „Bewegung“ beschäftigen, indem sie zum Beispiel eine Wippe gebaut, verschiedene Bewegungsstationen entwickelt, sowie Tiere und ihre Eigenschaften beobachtet haben.

Die Kinder haben so viele nachhaltige Naturerfahrungen geschaffen und gelernt, dass Schnecken sehr langsame und Eidechsen oder Molche sehr schnelle Waldbewohner sind. Des Weiteren konnten die Kinder wertvolle Körpererfahrungen sammeln, indem sie ihr Gleichgewicht, ihre Koordination, Balance und Sinneswahrnehmung auf die Probe stellen konnten.

In der zweiten Waldwoche wurden die Interessen der Kinder aufgegriffen und eine Angebotsreihe entwickelt. Im „Turnwald“ hangelten sich die Kinder mit geschlossenen Augen an einem Seil entlang, rutschten, halfen sich gegenseitig einen Berg zu erklimmen, balancierten auf einem Baumstamm und liefen und sprangen über einen Stöcke-Parcours. Hier konnten die Kinder die Natur, sowie ihre eigenen körperlichen Fähigkeiten erproben.

Nach der intensiven Beobachtung von einigen Waldbewohnern, beschäftigten sich die Kinder auch motorisch und handwerklich mit den Tieren, indem sie einen Schmetterling aus Holz, Nägeln und weiteren Materialien bauten, sowie gemeinsam eine Murmelbahn bauten. Auch hier wurden, neben feinmotorischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen, die soziale Kompetenz der Kinder gefördert, da sich die Kinder austauschten, Absprachen trafen und sich Hilfestellungen beim Bauen und Errichten geben .

Im Kletterwald konnten die Kinder dann ihre körperlichen Fähigkeiten erproben, da sie dort ein koordinativ-motorisches Übungsfeld zur Verfügung hatten. Sich Herausforderungen, wie dem Klettern, zu stellen und zu bewältigen, hilft den Kindern Bildungs- und Entwicklungsprozesse in Gang zu setzen. Auf natürliche Weise erlangen die Kinder durch Erfahrungen der Selbstwirksamkeit („Ich schaffe das“) Risiko- und Problemlösekompetenzen.

Durch den Wald zu spazieren, bedeutet auch unregelmäßige Bodenbeschaffenheiten auszugleichen und jeden Schritt anzupassen. Diese koordinative Fähigkeit wird durch das Klettern gestärkt. Außerdem wurde auch hier das Thema „Alles was sich bewegt“ aufgegriffen und die Kinder konnten so die Natur und sich selbst in einer weiteren Perspektive betrachten. Im Kontakt mit Anderen erlebten die Kinder außerdem die Freude am gemeinsamen Bewegen. Im Freispiel hatten die Kinder jederzeit die Möglichkeit, die Natur intensiv zu erkunden, zu erforschen und zu entdecken, mithilfe von Lupen, etc.

Außerdem sammelten die Kinder im Wald einige Stöcke, Äste und weitere Naturmaterialien um gemeinsam ein Piratenboot mit Segel und Ruder zu bauen. Am nächsten Tag fanden die Kinder dann einen Brief des Piraten Holzbein mit einer Schatzkarte. Sofort gingen alle im Wald auf die Suche nach dem Piratenschatz.

Um die Feinmotorik der Kinder anzuregen, gestalteteten sie Papierbecher kreativ und befestigten einen Tannenzapfen daran. Es war gar nicht so einfach den Tannenzapfen mit Schwung in den Fangbecher zu befördern. Aber macht Übung bekanntlich den Meister!

Das Fazit aus diesen beiden Waldwochen ist, dass manche Kinder gerne forschen, Andere lieber bauen, wieder Andere spielen am liebsten Rollenspiele oder nutzen den vielfältigen Bewegungsraum zum Austoben, Klettern, Rutschen, etc. Der Fokus lag in den Waldwochen jedoch nicht auf dem Anbieten vorgedachter Lernsituationen, sondern auf dem freien Erkunden mit Kindern. Diese brauchen dazu ein abwechslungsreiches Gelände und einen geschützten Rahmen, in welchem sie sich frei bewegen und je nach Interesse selbstständig agieren können. Naturräume bieten einen vielfältigen Alternativraum zur Unterstützung einer gesunden Entwicklung. Dazu fördert eine frühe emotionale Verbindung zur Natur nachgewiesenermaßen eine langfristige, positive Einstellung zum Naturschutz, was im Sinne der nachhaltigen Entwicklung ein positiver Nebeneffekt ist. Wir im Kindergarten Richen nutzen den Erfahrungsraum Natur als Entwicklungsraum, welcher unsere pädagogische Arbeit dabei unterstützt, die Kinder ganzheitlich zu fördern. Die Kinder haben dabei die Möglichkeit, umfassende Erfahrungen zu sammeln und ihre Umgebung mit allen Sinnen zu erfassen.

 

Zusammenhalt in schwierigen Zeiten

In Zeiten von Corona werden ErzieherInnen täglich vor neue Herausforderungen gestellt, welche es gemeinsam zu bewältigen gilt. Das Team des städtischen Kindergartens Richen hat seit Beginn des Lockdowns den Kontakt zu den Kindern gewahrt und im Laufe der Wochen eine Vielzahl an unterschiedlichen, abwechslungsreichen und kreativen Bastel- und Spielangeboten bereitgestellt.

So konnten sich die Kinder unter anderem für das Osterfest im Hof kleine Tütchen mit Bastelideen, Ausmalbildern und einem Geschenk abholen. Weiterhin wurde den Kindern die Möglichkeit gegeben, an einem nachhaltigen Projekt einer Studentin mitzuwirken, welches sich mit dem Anbau und der Aufzucht von verschiedenen Gemüsearten im heimischen Garten beschäftigt. Es wurden regelmäßig Nachrichten per E-Mail und Post versendet, sowie Geburtstagsgrüße verschickt. Zu Muttertag konnte erneut ein Tütchen mit einer Geschenkidee, samt Bastelanleitung und dem benötigten Material, im Kindergarten abgeholt werden. Anstelle der geplanten Übernachtung erhielten die Kinder einen Brief mit einer schönen Gutenachtgeschichte. Diese Angebote wurden gerne wahrgenommen und haben den Kindern viel Spaß bereitet. Die Erzieherinnen hoffen, alle Kinder bald wieder in der Kita begrüßen zu dürfen.

Tags: Kita Richen